SC UNEX EISENSTADT
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Kantersieg gegen Großhöflein

Eine sichere Verteidigung und ein effizienter Sturm sicherten dem SCE im Heimspiel gegen Großhöflein einen fulminanten 7:1 Sieg. Die Gäste beendeten das Spiel mit nur 10 Mann, die Tore fielen aber alle bereits vor dem Ausschluss.

Die Hauptstädter legen gleich wie aus der Kanone geschossen los. In der 4. Minute dringt der SCE in den gegnerischen Strafraum ein, der Ball wird zu Raffael Mitterhöfer zurück gelegt und dieser trifft aus etwa 16 Metern Distanz zum 1:0. Kaum haben sich die Gäste von dem Schrecken erholt, nimmt Enis Zibijari einem Verteidiger den Ball ab und schiebt ihn elegant an Torhüter Martin Lehner vorbei und es steht 2:0. Da sind gerade einmal 6 Minuten gespielt.

In der 14. Minute versuchen die Nachbarn Schadensbegrenzung. Lorenzo Baier schießt auf das Tor von Arthur Biffl, kann diesen damit aber nicht in Bedrängnis bringen. Die Hausherren setzen in diesem Spiel weniger auf langsamen Spielaufbau im Mittelfeld, sondern auf schnelle Gegenangriffe. So auch in Minute 18. Es ist fast eine Wiederholung des ersten Treffers.

Schnelles Eindringen in den Strafraum, der Ball wird zum anstürmenden Julian Engelschall zurück gelegt und dieser trifft aus ca. 18 Metern Entfernung sicher ins rechte Eck zum umjubelten 3:0. Damit ist schon vor der ersten Trinkpause alles klar gemacht. Zu diesem Zeitpunkt hat der SCE keine einzige Torchance vergeben. Drei Chancen, drei Tore. Effizienter geht es nicht.

Großhöflein gibt aber nicht auf und läuft weiter tapfer gegen die drohende Niederlage an. In der 21. Minute versucht es Eric Mayer mit einem Weitschuss, der aber am langen Eck vorbei geht. 10 Minuten später gibt es dann eine Premiere in diesem Spiel: Eisenstadt vergibt zum ersten Mal eine Torchance. Dardan Muji scheitert allein vor Martin Lehner.

Weiterhin versuchen die Gäste, Druck aufzubauen. Gegen Mörbisch ist es ihnen immerhin gelungen, nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt zu holen. Aber die Abwehr der Gastgeber lässt nichts anbrennen. So ist es wieder der SCE, der die nächste gute Gelegenheit hat. Miklos Ruzicska wird im Strafraum rechts ideal angespielt. Sein Schuss aufs Tor geht aber über die Querlatte.

In der 41. Minute ist Großhöflein weit aufgerückt. Die SCE-Abwehr erbeutet den Ball und befördert ihn mit einem weiten Pass nach vorne. Raffael Mitterhöfer startet noch aus der eigenen Hälfte und ist deshalb nicht abseits. Er läuft mit dem Ball auf Martin Lehner zu und lässt diesem keine Chance. Somit geht es mit einer komfortablen 4:0-Führung in die Kabinen.

Auch in der zweiten Spielhälfte müssen die SCE-Fans nicht viel Geduld aufbringen. Die Matchuhr ist noch nicht auf 46 gesprungen, da steht es schon 5:0. Miklos Ruzicska trägt sich diesmal mit einem Abstauber in die Schützenliste ein. Nur drei Minuten beträgt dann die Wartezeit auf das 6:0. Martin Stockinger trifft nach einem Eckball ins lange Eck.

Derselbe Spieler nimmt wieder drei Minuten später Gästetormann Martin Lehner den Ball ab und trifft aus spitzem Winkel zum 7:0. Damit ist der Großhöfleiner Attila Fajt gar nicht einverstanden und er sagt dem Schiedsrichter ordentlich die Meinung. Nach der folgenden gelben Karte legt er nochmal nach und sieht postwendend die zweite Gelbe und darf schon vor allen anderen duschen gehen.

Das motiviert seine Mannschaftskameraden aber, sich noch etwas mehr ins Zeug zu legen. Man hat sogar den Eindruck, dass die Gäste zu zehnt besser spielen als vor dem Ausschluss. In der 56. Minute kommt Ricardo Flasch im Strafraum an den Ball, setzt ihn aber von links ins Außennetz. Zwei Minuten später begeht die bisher makellose SCE-Abwehr an der Strafraumgrenze ein Foul.

Schiedsrichter Goran Stevic entscheidet auf Elfmeter. Diesen verwandelt Eric Mayer sicher zum Ehrentreffer für seine Mannschaft. Ein Tor, das jedenfalls nicht unverdient ist, denn auch in der restlichen Spielzeit lassen die Gäste nicht erkennen, dass sie einen Mann weniger am Feld haben. Man bemüht sich weiter, aber die Abwehr von Eisenstadt lässt nichts erwähnenswertes zu.

Die Gastgeber kommen noch zu einigen Chancen, man merkt aber, dass der letzte Nachdruck nun fehlt und auch etwas der Schlendrian einzieht. In der 67. Minute hat Franz Thometitsch eine gute Gelegenheit, schießt aber über das Tor. Eine Minute danach kann sich Martin Lehner auszeichnen, nachdem Mohammadreza Tazegheshlagh ideal auf Raffael Mitterhöfer gepasst hat. Gleich in der nächsten Aktion rettet der Gästetormann wieder in letzter Sekunde vor Imran Muji.

Dieser Spieler ist es auch, der in Minute 79 die Chance auf den achten SCE-Treffer hat. Sein Schuss geht aber am langen Eck vorbei. Die beste Gelegenheit in der Schlussphase hat Großhöflein. Marco Fiegerl hebt den Ball elegant aufs Tor, dieser prallt aber an die Innenstange und fliegt parallel zur Torlinie, bleibt aber auf dem Feld.

Die letzte Chance des Spieles hat wieder der SCE. Jonas Engelschall läuft in Minute 84 allein auf Torhüter Martin Lehner zu, dieser zeigt sich aber erneut in Topform und verhindert ein noch größeres Debakel für sein Team. Mit dem Schlusspfiff wird der höchste Sieg des SCE seit dem 7:1 in Trausdorf im März offiziell.

Wer anhand des Ergebnisses ein einseitiges Spiel mit einer drückenden Überlegenheit des SCE vermutet, irrt sich. Eine solide Abwehrleistung und eine unglaubliche Effizienz im Angriff waren die Mittel zum Erfolg am heutigen Abend. Der Gegner aus der Nachbargemeinde war spielerisch auf Augenhöhe, aber eben ohne das Abwehrbollwerk und ohne den treffsicheren Angriff.

Am Freitag gastiert der SCE in Sigleß und wird versuchen, seine Siegesserie dort fortzusetzen. Die Schlachtenbummler der Rot-Weißen warten schon ungeduldig auf dieses Match.