Zweimal geriet der SC Eisenstadt gegen den Favoriten Oggau in Rückstand. Am Ende hieß es aber 3:2 für den SCE. Eine geschlossene Mannschaftsleistung wurde damit mit der vollen Punktezahl belohnt.
In den ersten 10 Minuten entwickelt sich ein Spiel auf Augenhöhe. Die erste Chance haben nach 12 Minuten die Hauptstädter. Nach einem Freistoß von Franz Thometitsch köpfelt Daniel Zsitnyanyi über das Tor. Vier Minuten später versucht Burhan Güvenc einen Weitschuss. Dieser ist für Oggau-Torhüter Manuel Schwarz aber kein Problem. In Minute 20 dann die erste Chance für die Gäste.
SCE-Keeper Tomy Peijici zeigt eine kleine Unsicherheit, Julian Kröss kommt dadurch an den Ball. Die Abwehr kann aber zur Ecke klären. In der 26. Minute verlieren die Gastgeber den Ball in der eigenen Hälfte den darauf folgenden Stanglpass von links kann Alexander Kampitsch zum 0:1 verwerten. In der Herbstsaison, die mit nur 3 Punkten abgeschlossen wurde, ist der SCE oft nach einem Gegentreffer auseinander gebrochen.
Dass sich die Mannschaft inzwischen weiter entwickelt hat, sieht man in den folgenden Minuten. Es wird weiter konzentriert gespielt und der Weg nach vorne gesucht. Das wird bereits 5 Minuten nach dem Rückstand belohnt: Rade Trivunovic wird ideal angespielt, überspielt im Strafraum zwei Verteidiger und lässt Manuel Schwarz keine Chance.
In der 34. Minute versucht es Attila Soos mit einem Weitschuss, der aber zu schwach ausfällt. Das Spiel ist weiterhin ausgeglichen, die größeren Chancen hat aber der SCE. In Minute 40 trifft Attila Soos nach einem Freistoß von Franz Thometitsch per Kopf nur die obere Querlatte. Zwei Minuten darauf schießt Franz Thometitsch aus rund 12 Metern Entfernung über das Gehäuse.
In der 43. Minute hätte Eisenstadt in Führung gehen müssen. Attila Soos erkämpft sich den Ball, läuft alleine auf Manuel Schwarz zu, macht dann aber einen Haken zu viel, sodass sein Schuss noch von einem Verteidiger abgeblockt werden kann. Eine „Hundertprozentige“, die weh tut. Kurz vor der Pause ist es wieder Attila Soos, der eine gute Gelegenheit hat. Einen von ihm direkt geschossenen Freistoß kann Manuel Schwarz aber mit der Faust abwehren. So geht es mit 1:1 in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel haben die Gäste die erste gute Chance. Alexander Kampitsch steht in der 54. Minute vor Torhüter Tomy Peijici, sein Schuss kann aber abgeblockt werden. Bei ruhenden Bällen zeigen die Gastgeber leider immer wieder Unsicherheiten. So auch in Minute 55, als es Eckball gibt. Alexander Kampitsch wird nicht gedeckt und kann seelenruhig ins rechte Kreuzeck zum 1:2 einköpfeln.
Damit muss der SCE wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Aber wieder lässt sich das Team nicht aus der Ruhe bringen. Es dauert aber bis zur 68. Minute, bis die erste Torszene gelingt. Attila Soos trifft dabei aber aus kurzer Distanz nur das Außennetz. Zwei Minuten später ist es aber soweit: Faton Vokshi setzt zu einem Weitschuss an, der genau passt und für das umjubelte 2:2 sorgt.
Doch kaum ist der Jubel der Fans verstummt, legt die Mannschaft weiter nach. Nur weitere zwei Minute später verliert die Oggau-Abwehr hinten den Ball an Mohammadreza Tazegheshlagh, der spielt auf Burhan Güvenc ab und der knallt den Ball zum 3:2 unter die Latte. Damit hat Eisenstadt das Spiel innerhalb von zwei Minuten gedreht und liegt erstmals in Führung.
Nun gilt es noch die letzten 20 Minuten zu überstehen, in denen Oggau alles unternimmt, um wenigstens noch einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. In der 79. Minute kommt Alexander Kampitsch aus ca. 11 Metern zum Schuss, Tomy Peijici kann diesen aber parieren. Kurz vor dem Ende wird es noch zweimal brenzlig im SCE-Strafraum.
In der 87. Minute geht ein Weitschuss von Samual Gajdos nur knapp über das Tor und eine Minute danach kommt Fabian Pasterniak etwa 10 Meter vor dem Tor zum Schuss. Der fällt aber viel zu hoch aus. Nach 5 Minuten Nachspielzeit pfeift Schiedsrichter Akar Yüksel dann die Partie unter dem Jubel der SCE-Fans endlich ab und besiegelt damit den ersten Sieg von Eisenstadt gegen Oggau überhaupt.
Insgesamt eine starke Mannschaftsleistung gegen ein Team, dass in der Rückrunde erst eine Niederlage hinnehmen musste. In der Tabelle der Rückrunde belegt der SCE nun den 5. Platz. Nächste Woche gastiert die Mannschaft in Stotzing, das noch realistische Chancen auf Platz 2 hat. Anpfiff ist am Samstag um 18 Uhr.
Klarer Sieg in Zillingtal
Endlich konnte der SCE wieder einen vollen Erfolg verbuchen und mit einem 4:1-Auswärtssieg gegen Hirm/Zillingtal die vollen drei Punkte einsammeln. Eine deutlich verbesserte Chancenauswertung gegenüber dem Spiel in Schützen sorgte letztlich für klare Verhältnisse.
Die erste Torchance des Abends hat aber Hirm//Zillingtal. Schon in der 3. Minute versucht Nikola Gvozdenovic einen Weitschuss, der nur knapp an der linken Stange vorbei fliegt. Die Gäste kontrollieren in der Folge aber das Spiel. In Minute 17 erkämpft Kerem Ayhan den Ball für Eisenstadt, dringt links in den Strafraum ein und trifft zum umjubelten 0:1 flach ins lange Eck.
Weiterhin sind die Hauptstädter feldüberlegen, wenn auch nicht so eindeutig wie in Schützen. Zwei Minuten nach dem Tor trifft Attila Soos aus kurzer Distanz nur das Außennetz. In der 27. Minute hat Daniel Zsitnyanyi dann die Nase voll vom Herumkicken vor dem Strafraum des Gegners und zieht aus rund 32 Metern Entfernung ab. Sein Schuss geht genau ins linke Kreuzeck und lässt Hirm-Goalie Andreas Hackl keine Chance. Damit steht es 0:2.
In der Folge lässt der SCE etwas die Zügel schleifen. Die Gastgeber kommen etwas auf. Echte Torchancen können sie aber vorerst nicht herausspielen. In der 38. Minute gelingt Rade Trivunovic ein Sololauf auf der linken Seite. Das dritte SCE-Tor gelingt aber nicht, der Ball geht am langen Eck vorbei. Drei Minuten später kommen die Hausherren zu einer Chance. Einen Schuss kann SCE-Torhüter Tomy Peijic gerade noch mit dem Fuß abwehren. Gegen den Nachschuss von Patrick Pauer ist er aber machtlos und des steht 1:2.
Schon eine Minute danach hätte Attila Soos den alten Vorsprung wieder herstellen können. Sein Schuss wird aber von Andreas Hackl zur Ecke abgewehrt. Kurz vor der Pause versucht Moritz Gossy noch einen Weitschuss, der aber knapp über die Querlatte geht. Somit geht es mit einem minimalen Vorsprung in die Kabinen. In der zweiten Halbzeit müssen die Zuschauer nicht lange auf die erste Torszene warten.
Nach einem weiten Einwurf kommt Attila Soos im Strafraum an den Ball und lässt Andreas Hackl keine Chance. Damit ist der 2-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Die Heimmannschaft intensiviert nun etwas die Offensivbemühungen. Vorerst lässt die SCE-Abwehr aber keine nennenswerten Chancen zu. In der 54. Minute kommen die Gäste mit einem Weitschuss von Burhan Güvenc wieder vor das gegnerische Tor. Dieser geht aber klar über das Tor.
Hirm/Zillingtal kommt 5 Minuten später durch Robert-Alin Condurachi zu einer guten Gelegenheit, sein Schuss aus spitzem Winkel knallt aber an die linke Stange. In Minute 68 ist dann wieder der SCE am Drücker. Andreas Hackl kann einen Schuss nur kurz abwehren. Attila Soos steht genau richtig und staubt zum 1:4 ins lange Eck ab. Die restliche Spielzeit spielt der SCE dann locker herunter.
Beide Teams haben noch eine Torchance. Eisenstadt mit einem Schuss von Burhan Güvenc, den Andreas Hackl pariert und Hirm/Zillingtal mit einem Freistoß, nachdem Christop Wagentristl einen Kopfball versucht, den aber Tomy Peijic halten kann. Schließlich pfeift Schiedsrichter Stefan Dinic die Partie ab.
Endlich ist es dem SCE gelungen, die Überlegenheit auch in einen Sieg umzumünzen. Besonders sehenswert war der Treffer zum 2:0 aus über 30 Metern Entfernung. Auch die Abwehr hatte den Gegner – auch bei Standardsituationen – heute gut im Griff. Am 24. Mai gastiert Oggau auf der LA-Anlage. Anpfiff ist um 17:30. Danach findet das Flutlicht-Duell der Old Reds gegen die Young Red statt. Im Anschluss ist Party mit DJ und gegrillten Hendln. Ein Event, das man nicht versäumen darf!
Sieg bei Torfestival gegen Sigleß
In einer regelrechten Achterbahnfahrt setzte sich der SCE gegen den Tabellenzweiten Sigleß mit 6:4 durch. In der ersten Halbzeit zeigte die Abwehr noch deutliche Schwächen, in der zweiten Hälfte zeigte aber die ganze Mannschaft eine geschlossen gute Leistung.
Die heftigen Regengüsse, die letztlich zum Abbruch des Reservespiels beim Halbzeitstand von 4:1 für Eisenstadt geführt haben, haben sich zu Beginn des Spiels zum Glück verflüchtigt. Zwar regnet es immer noch leicht, die Verhältnisse sind aber absolut regulär. Wie schon einige Male in diesem Frühjahr gelingt den Hauptstädtern ein Blitzstart.
In der 2. Minute läuft sich Kerem Ayhan auf der linken Seite frei, bekommt den Ball und verwertet alleine vor Torhüter Martin Wenzel ins lange Eck zum umjubelten 1:0. Die Gäste versuchen daraufhin sofort zurück zu schlagen. Zwei Minuten nach dem Treffer bringt Felix Gerenschier eine Flanke gefährlich in den Strafraum, SCE-Keeper Tomy Pejicic ist aber zur Stelle und fängt die Kugel knapp vor den gegnerischen Stürmern aus der Luft.
In Minute 8 ist es wieder Tomy Pejicic, der einen guten Weitschuss von Fabian Geissler abwehrt und so den Ausgleich verhindert. In der 12. Minute kommen die Gastgeber zu einem schnellen Konter auf der rechten Seite. Rade Trivunovic dringt in den Strafraum ein, kämpft sich bis zur Torout-Linie vor, legt den Ball zu Attila Soos zurück, welcher mit einem trockenen Schuss auf 2:0 erhöht.
Lange währt der Jubel der SCE-Fans aber diesmal nicht. Schon drei Minuten später kommt Sigleß wieder heran. Nach einem Schuss, den die Verteidigung abblocken kann, kommt Adam Szalai an den Ball und staubt ins lange Eck zum 2:1 ab. In der 20. Minute hätten die Gäste sogar ausgleichen können. Ein Weitschuss von Adam Szalai geht aber knapp links am Tor vorbei.
Gleich im nächste Angriff entkommt Attila Soos seinem Bewacher, er läuft auf den Torhüter zu, nachdem dieser zu Boden geht, überhebt er ihn elegant und der Ball hüpft zum 3:1 ins Tor. Kurz darauf kommt Adrijan Zaric zu einem Schuss von links, er trifft aber nur das Außennetz des kurzen Ecks. In Minute 25 wird Kerem Ayhan ideal angespielt. Auch sein Schuss findet den Weg ins Tor, sodass es sogar 4:1 steht.
Zu diesem Zeitpunkt erwartet niemand auf der Leichtathletik-Anlage mehr, dass dieses Spiel noch einmal spannend werden könnte. Aber das erweist sich als Irrtum. Bereits 4 Minuten später wird ein Sigleß-Stürmer im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Schiedsrichter Koldere Kaan zeigt sofort auf den Elfmeterpunkt. Adam Szalai lässt sich die Chance nicht entgehen und er verkürzt auf 4:2.
Dann versucht wieder der SCE zurück zu schlagen. In der 31. Minute zieht ein Schuss von Kerem Ayhan nur knapp am langen Eck vorbei. Die Zuschauer sehen in dieser Phase ein abwechslungsreiches Spiel. Lange Herumtaktieren ist heute nicht die Sache dieser beiden Teams. In Minute 36 gibt es Freistoß für die Gastgeber knapp an der Strafraumgrenze. Attila Soos bringt diesen gut aufs lange Eck, Martin Wenzel streckt sich aber und wehrt den Ball zur Ecke ab.
Gleich in der nächsten Szene kann sich Martin Wenzel wieder auszeichnen. Er wehrt einen Schuss von Adrijan Zaric aus kurzer Distanz ab. Im Gegenstoß macht es Sigleß besser. Martin Draskoczi wird von der SCE-Abwehr sträflich allein gelassen. Er bringt den Ball an Tomy Pejicic vorbei und plötzlich steht es nur mehr 4:3. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kommt es für die Hausherren noch dicker. Ein Eckball erreicht Sebastian Trejo, der ins lange Eck zum Ausgleich trifft.
Das, was nach 25 Minuten nach einer „gmahten Wiesen“ aussah, ist jetzt wieder ein völlig offenes Spiel mit allen möglichen Ausgängen. Die Pause hat dem SCE aber gut getan. Die Mannschaft versucht nun, selbst das Spiel zu machen, anstatt nur auf Konter zu lauern. In der ersten halben Stunde gelingt Sigleß kein einziger gefährlicher Angriff.
Eisenstadt braucht aber auch bis zur 54. Minute, um für Gefahr im gegnerischen Strafraum zu sorgen. Ein Kopfball von Rade Trivunovic verfehlt aber sein Ziel. Gleich im nächsten Angriff funktioniert es aber besser. Nach einem Pass von links trifft Kerem Ayhan zum neuerlichen Führungstreffer ins rechte Eck. Es ist bereits sein drittes Tor des Abends.
Damit geben sich die Gastgeber aber nicht zufrieden. Schon eine Minute nach dem letzten Tor schießt Rade Trivunovic, der Schuss geht aber ganz genau zum Tormann. Wieder zwei Minuten später ist es Franz Tometitsch, der mit einem guten Schuss an Martin Wenzel scheitert. Der SCE macht weiter Druck. Man erkennt in jeder Szene den Siegeswillen und die Absicht, den Vorsprung diesmal nicht wieder aus der Hand zu geben.
In der 63. Minute kommt Kerem Ayhan zum Schuss, der geht aber deutlich auf der rechten Seite vorbei. In Minute 68 scheitert Jan Heindl an Martin Wenzel. Sechs Minuten danach ist es Burhan Güvenc, der Martin Wenzel mit einem Weitschuss nicht bezwingen kann. Erst in der 77. Minute schaffen es die Gäste, eine Torchance herauszuspielen. Ein Schuss von Max Braunöder geht nur knapp an der rechten Stange vorbei.
In Minute 84 erlöst Rade Trivunovic dann die SCE-Fans vom Zittern vor dem drohenden Ausgleich. Ein langer Pass auf der rechten Seite wird von ihm erlaufen, er läuft mit dem Ball in den Strafraum und trifft zum Endstand von 6:4 ins lange Eck. In der 87. Minute hätte Sigleß noch einmal alles spannend machen können. Ein Freistoß aus 35 Metern wird von Sebastian Trejo so scharf und platziert aufs Tor gezirkelt, dass sich Tomy Pejicic strecken muss, um den Ball zum Corner abzulenken.
Die letzte nennenswerte Szene des Spiels liefert Eisenstadt. In der 94. Minute scheitert Jan Heindl mit einem Schuss aus kurzer Distanz, sein Nachschuss mit der Ferse geht an die Stange. Kurz darauf ertönt der Schlusspfiff. Auch wenn die Abwehrleistung in der ersten Hälfte nicht die beste war, kann die Mannschaft dennoch stolz auf den heutigen Auftritt sein.
Es wurden viele Chancen herausgespielt und auch die Chancenverwertung war ausgezeichnet. In der zweiten Hälfte sah man auch eine tadellose Abwehr. Es ist zu hoffen, dass das Team in den nächsten Runden an diese Leistung anknüpfen kann. Am kommenden Sonntag gastiert der SCE in Zagersdorf.
Triumph in Trausdorf

Aufgrund einer überragenden 2. Halbzeit ging des Team des SCE beim Nachbarn Trausdorf als 7:1-Sieger vom Feld. Zur Pause lag die Cekic-Mannschaft noch 0:1 zurück. Anel Dosljak legte mit drei Toren ein Traumdebüt hin.
Bei kaltem, windigem Wetter begann die dritte Frühjahrs-Runde am Sportplatz von Trausdorf. Schon in der 3. Minute prüft Attila Soos mit einem Freistoß auf die linke Kreuzecke Torhüter Stefano De Martin. Der Schuss ist aber zu schwach, um ihn in Verlegenheit zu bringen. In den Anfangsminuten entwickelt sich ein Spiel auf mäßigem Niveau, bei der kein Team einen klaren spielerischen Vorteil entwickeln kann.
Die Gäste sind in ihren Angriffsversuchen gefährlicher. In Minute 18 muss De Martin schon wieder eingreifen, nachdem Rade Trivunovic seinen ersten guten Schuss aufs Tor abgibt. Fünf Minuten später versucht es Attila Soos mit einem Solo, aus kurzer Distanz kann er den gegnerischen Tormann aber nicht bezwingen. In der 32. Minute schießt Adrijan Zaric in Richtung Tor, die Abwehr lenkt den Ball aber zu einem Eckball ab, der nichts einbringt.
Es dauert bis zur 39. Minute, bis die Hausherren erstmals gefährlich vors Tor kommen. Dominik Stadler erläuft einen langen Pass in den Strafraum, legt den Ball von der Torout-Linie zurück zu Tobias Mayerhofer, der trocken zum 1:0 einschießt. Das erste Gegentor aus dem ersten gelungenen Gegenangriff ist natürlich ein schwerer Dämpfer für die Hauptstädter.
Beinahe wäre vor dem Seitenwechsel aber noch der Ausgleich gelungen. Kerem Ayhan wird ideal angespielt, aber auch er kann alleine vor Stefano De Martin nicht verwerten. So geht es erstmals im Frühjahr mit einem Rückstand in die Kabinen. Dort dürfte Trainer Cekic die richtigen Worte gefunden haben. Denn die Mannschaft kommt völlig verwandelt aus der Pause zurück.
Auch eine Umstellung gibt es zur Pause, Burhan Güvenc und Anel Dosljak werden eingewechselt. Letzterer bestreitet in dieser Saison sein erstes Spiel. Bei seinem ersten Ballkontakt wird er auf der linken Seite mit einem idealen Pass in die Tiefe bedacht. Er erwischt den Ball vor dem Abwehrspieler, läuft in den Strafraum und schießt aus spitzem Winkel genau ins lange Eck zum vielumjubelten Ausgleich. Das nennt man wohl einen Einstand nach Maß.
Mit diesem Tor wenige Sekunden nach Wiederanpfiff wurden die Gastgeber kalt erwischt. In den nächsten 15 Minuten gelingt ihnen kein einziger gefährlicher Angriff. Im Gegenteil, Eisenstadt übernimmt ab sofort das Kommando. In der 51. Minute schießt Burhan Güvenc einen guten Freistoß, der von Stefano De Martin nur mit Mühe zur Ecke abgewehrt werden kann.
Drei Minuten später schießt Adrijan Zaric aufs Tor, der Abpraller gelangt zu Anel Dosljak, der allein vor dem Torhüter knapp verschießt. Den Jungs vom SCE reicht der eine Punkt sichtlich nicht aus. Der Drang nach vorne und der Wille zum Sieg sind nun in jeder Situation zu sehen. Dieser wird in der 55. Minute dann auch belohnt.
Kerem Ayhan tankt sich links durch, bringt einen vorbildlichen Stanglpass zur Mitte. Dort ist Rade Trivunovic zur Stelle und staubt zum Führungstreffer ab. Zwei Minuten später kommt es für den Tabellen-Vierten aber noch dicker. Daniel Zsitnyanyi sieht, dass Rade Trivunovic frei steht und spielt ihn an. Der ist offenbar beim Tore schießen auf den Geschmack gekommen und bringt den Ball am herauslaufenden Stefano De Martin vorbei im langen Eck zum 1:3 unter.
Damit hat der SCE das Spiel endgültig gedreht. Und wieder lassen die Gäste dem Gegner keine Zeit, um den Schock zu verkraften. Denn es dauert wieder nur zwei Minuten, bis Stefano De Martin den Ball abermals aus dem eigenen Netz holen muss. Anel Dosljak erwischt freistehend im Strafraum eine hohe Hereingabe von rechts. Er sieht, dass der Tormann zu weit vor den Tor steht und hebt den Ball gefühlvoll per Kopf in hohem Bogen ins rechte Eck.
Damit ist die Entscheidung wohl gefallen. Der Auftritt der Mannschaft in den ersten 15 Minuten der 2. Halbzeit lässt eigentlich nur mehr die Frage offen, ob das 5:1 in Parndorf noch getoppt werden kann. In der 61. Minute versuchen die Hausherren noch einmal, sich gegen das drohende Debakel zu stemmen. Ein Weitschuss von Nico Kroyer wird aber eine leichte Beute für SCE-Torhüter Tomy Pejicic.
Vier Minuten später versucht Alexander Hosiner mit einem direkten Freistoß etwas Ergebniskorrektur, der Ball geht aber daneben. In Minute 70 beendet Eisenstadt dann die rund 10-minütige Torpause. Rade Trivunovic legt für Anel Dosljak auf, der lässt Stefano De Martin keine Chance und es steht 1:5. Mit einem Dreifach-Tausch versucht Trausdorf-Trainer Oliver Zens in der 76. Minute noch einmal das Ruder herum zu reißen.
Aber es hilft nichts. Auch die Schluss-Viertelstunde gehört ganz dem SCE. In der 79. Minute tritt Rade Trivunovic zu einem Sololauf auf und schließt diesen mit einem satten Schuss ins lange Eck zu 1:6 ab. Damit ist der Rekord-Sieg in Parndorf übertrumpht! Zwei Minute später hat der selbe Spieler mit einem Schuss aus 17 Metern an die Querlatte Pech.
Den krönenden Abschluss bildet eine Bilderbuch-Kombination. Anel Dosljak passt zu Rade Trivunovic, der bedient Reserve-Spielertrainer Jan Heindl, der im Stile eines Routiniers den Endstand von 1:7 herstellt. Ein paar Minuten später ertönt der Schlusspfiff von Schiedsrichter Sert Ecir. Die Mannschaft feiert zu Recht ein unglaubliches Comeback von 0:1 auf 7:1.
Mit diesem eindrucksvollen Sieg hat der SCE erstmals seit langer Zeit den letzten Tabellenplatz verlassen und rangiert nun am 13. Platz. Sonntag ist der 12. Großhöflein auf der LA-Anlage zu Gast. Mit einem Sieg mit mindestens 3 Toren Differenz würde es gelingen, dieses Team von diesem Platz zu verdrängen. Für Spannung ist damit gesorgt. Das Spiel startet um 17:30.