SC UNEX EISENSTADT
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Kantersieg gegen Großhöflein

Eine sichere Verteidigung und ein effizienter Sturm sicherten dem SCE im Heimspiel gegen Großhöflein einen fulminanten 7:1 Sieg. Die Gäste beendeten das Spiel mit nur 10 Mann, die Tore fielen aber alle bereits vor dem Ausschluss.

Die Hauptstädter legen gleich wie aus der Kanone geschossen los. In der 4. Minute dringt der SCE in den gegnerischen Strafraum ein, der Ball wird zu Raffael Mitterhöfer zurück gelegt und dieser trifft aus etwa 16 Metern Distanz zum 1:0. Kaum haben sich die Gäste von dem Schrecken erholt, nimmt Enis Zibijari einem Verteidiger den Ball ab und schiebt ihn elegant an Torhüter Martin Lehner vorbei und es steht 2:0. Da sind gerade einmal 6 Minuten gespielt.

In der 14. Minute versuchen die Nachbarn Schadensbegrenzung. Lorenzo Baier schießt auf das Tor von Arthur Biffl, kann diesen damit aber nicht in Bedrängnis bringen. Die Hausherren setzen in diesem Spiel weniger auf langsamen Spielaufbau im Mittelfeld, sondern auf schnelle Gegenangriffe. So auch in Minute 18. Es ist fast eine Wiederholung des ersten Treffers.

Schnelles Eindringen in den Strafraum, der Ball wird zum anstürmenden Julian Engelschall zurück gelegt und dieser trifft aus ca. 18 Metern Entfernung sicher ins rechte Eck zum umjubelten 3:0. Damit ist schon vor der ersten Trinkpause alles klar gemacht. Zu diesem Zeitpunkt hat der SCE keine einzige Torchance vergeben. Drei Chancen, drei Tore. Effizienter geht es nicht.

Großhöflein gibt aber nicht auf und läuft weiter tapfer gegen die drohende Niederlage an. In der 21. Minute versucht es Eric Mayer mit einem Weitschuss, der aber am langen Eck vorbei geht. 10 Minuten später gibt es dann eine Premiere in diesem Spiel: Eisenstadt vergibt zum ersten Mal eine Torchance. Dardan Muji scheitert allein vor Martin Lehner.

Weiterhin versuchen die Gäste, Druck aufzubauen. Gegen Mörbisch ist es ihnen immerhin gelungen, nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt zu holen. Aber die Abwehr der Gastgeber lässt nichts anbrennen. So ist es wieder der SCE, der die nächste gute Gelegenheit hat. Miklos Ruzicska wird im Strafraum rechts ideal angespielt. Sein Schuss aufs Tor geht aber über die Querlatte.

In der 41. Minute ist Großhöflein weit aufgerückt. Die SCE-Abwehr erbeutet den Ball und befördert ihn mit einem weiten Pass nach vorne. Raffael Mitterhöfer startet noch aus der eigenen Hälfte und ist deshalb nicht abseits. Er läuft mit dem Ball auf Martin Lehner zu und lässt diesem keine Chance. Somit geht es mit einer komfortablen 4:0-Führung in die Kabinen.

Auch in der zweiten Spielhälfte müssen die SCE-Fans nicht viel Geduld aufbringen. Die Matchuhr ist noch nicht auf 46 gesprungen, da steht es schon 5:0. Miklos Ruzicska trägt sich diesmal mit einem Abstauber in die Schützenliste ein. Nur drei Minuten beträgt dann die Wartezeit auf das 6:0. Martin Stockinger trifft nach einem Eckball ins lange Eck.

Derselbe Spieler nimmt wieder drei Minuten später Gästetormann Martin Lehner den Ball ab und trifft aus spitzem Winkel zum 7:0. Damit ist der Großhöfleiner Attila Fajt gar nicht einverstanden und er sagt dem Schiedsrichter ordentlich die Meinung. Nach der folgenden gelben Karte legt er nochmal nach und sieht postwendend die zweite Gelbe und darf schon vor allen anderen duschen gehen.

Das motiviert seine Mannschaftskameraden aber, sich noch etwas mehr ins Zeug zu legen. Man hat sogar den Eindruck, dass die Gäste zu zehnt besser spielen als vor dem Ausschluss. In der 56. Minute kommt Ricardo Flasch im Strafraum an den Ball, setzt ihn aber von links ins Außennetz. Zwei Minuten später begeht die bisher makellose SCE-Abwehr an der Strafraumgrenze ein Foul.

Schiedsrichter Goran Stevic entscheidet auf Elfmeter. Diesen verwandelt Eric Mayer sicher zum Ehrentreffer für seine Mannschaft. Ein Tor, das jedenfalls nicht unverdient ist, denn auch in der restlichen Spielzeit lassen die Gäste nicht erkennen, dass sie einen Mann weniger am Feld haben. Man bemüht sich weiter, aber die Abwehr von Eisenstadt lässt nichts erwähnenswertes zu.

Die Gastgeber kommen noch zu einigen Chancen, man merkt aber, dass der letzte Nachdruck nun fehlt und auch etwas der Schlendrian einzieht. In der 67. Minute hat Franz Thometitsch eine gute Gelegenheit, schießt aber über das Tor. Eine Minute danach kann sich Martin Lehner auszeichnen, nachdem Mohammadreza Tazegheshlagh ideal auf Raffael Mitterhöfer gepasst hat. Gleich in der nächsten Aktion rettet der Gästetormann wieder in letzter Sekunde vor Imran Muji.

Dieser Spieler ist es auch, der in Minute 79 die Chance auf den achten SCE-Treffer hat. Sein Schuss geht aber am langen Eck vorbei. Die beste Gelegenheit in der Schlussphase hat Großhöflein. Marco Fiegerl hebt den Ball elegant aufs Tor, dieser prallt aber an die Innenstange und fliegt parallel zur Torlinie, bleibt aber auf dem Feld.

Die letzte Chance des Spieles hat wieder der SCE. Jonas Engelschall läuft in Minute 84 allein auf Torhüter Martin Lehner zu, dieser zeigt sich aber erneut in Topform und verhindert ein noch größeres Debakel für sein Team. Mit dem Schlusspfiff wird der höchste Sieg des SCE seit dem 7:1 in Trausdorf im März offiziell.

Wer anhand des Ergebnisses ein einseitiges Spiel mit einer drückenden Überlegenheit des SCE vermutet, irrt sich. Eine solide Abwehrleistung und eine unglaubliche Effizienz im Angriff waren die Mittel zum Erfolg am heutigen Abend. Der Gegner aus der Nachbargemeinde war spielerisch auf Augenhöhe, aber eben ohne das Abwehrbollwerk und ohne den treffsicheren Angriff.

Am Freitag gastiert der SCE in Sigleß und wird versuchen, seine Siegesserie dort fortzusetzen. Die Schlachtenbummler der Rot-Weißen warten schon ungeduldig auf dieses Match.

Auftaktsieg gegen Oggau

Dank zweier perfekt getretener Freistöße besiegte der SC Eisenstadt Oggau zum Auftakt der Saison 2026/27 mit 2:0. Beide Mannschaften beendeten aufgrund von roten Karten das Spiel mit nur 10 Mann.

Von Anfang an hat Oggau deutlich mehr Ballbesitz. Die Gäste bemühen sich, Angriffe zu starten, die Abwehr der Eisenstädter steht aber sicher. Die Hauptstädter suchen ihr Heil in der Anfangsphase in weiten Pässen, die aber meist nicht ankommen. So ist die Partie anfangs arm an Höhepunkten. Erst in der 12. Minute köpfelt Alexander Kampitsch nach einem Freistoß über das Tor der Hausherren.

In Minute 18 versucht Marco Pasterniak einen Weitschuss, der über die Querlatte geht. Erst in der 26. Minute kommt der SCE erstmals vor das gegnerische Tor. Einen Freistoß aus großer Distanz setzt Raffael Mitterhöfer aber weit daneben. Die erste wirkliche Torchance hat Oggau dann in der 34. Minute. Nach einer Flanke von Patrik Papranec setzt Julian Kröss den Ball knapp neben das Tor.

Die letzte nennenswerte Szene der ersten Hälfte findet in Minute 41 statt. Julian Kröss taucht alleine vor SCE-Torhüter Arthur Biffl auf, dieser kann die Situation allerdings klären. So geht es torlos in die Pause. Nach dem Seitenwechsel ändert sich vorerst wenig am Charakter der Partie. Oggau hat mehr vom Spiel, Eisenstadt verhindert aber große Chancen.

Erst in der 59. Minute kommen die Gäste durch einen Weitschuss aus spitzem Winkel zu etwas ähnlichem wie einer Torchance. In Minute 64 hat Oggau die erste wirkliche Chance der zweiten Halbzeit. Sebastian Dinhof wird ideal angespielt, zwischen ihm und dem Tor ist nur noch Biffl, der im Duell aber Sieger bleibt.

In der 75. Minute ändert sich das Spiel dann radikal. Florian Kucher, der bereits Gelb gesehen hat, erhält nach einem Foul die zweite Gelbe und muss vom Platz. Den verhängten Freistoß in rund 30 Metern Entfernung tritt Ulas Kuzu. Er versucht es direkt. Der Ball fliegt auf das Tor zu und findet seinen Weg genau in die linke Kreuzecke.

So sehen sich die Oggauer, die bis jetzt das Spiel unter Kontrolle hatten, mit einem 0:1-Rückstand mit einem Mann weniger konfrontiert. Mit dem Mute der Verzweiflung laufen die Gäste nun gegen die drohende Niederlage an. Die Abwehr der Gastgeber steht aber sicher. In der 90. Minute kommt der SCE dann zu einem Freistoß etwa 22 Meter vor dem Tor. Der Winkel ist allerdings schlecht.

Trotzdem versucht Imran Muji einen Direktschuss aufs lange Eck. Der Ball fetzt genau durch die selbe Kreuzecke wie beim ersten Tor und fixiert im ersten Spiel den ersten Sieg für den SCE. Kurz darauf rettet Arthur Biffl nochmal mit einer tollen Reaktion. In Minute 91 setzt Patrik Papranec den Ball aus kurzer Distanz über das Tor. Kurz vor dem Schlusspfiff gibt es nochmal eine große Aufregung.

Nach einer Rudelbildung mit Handgreiflichkeiten bekommt der Oggauer Michael Mali die gelbe und SCE-Kicker Shalva Tsuliashwilli die rote Karte. Am Ergebnis ändert das nichts mehr und der SCE startet mit 3 Punkten in die neue Saison.

SCE gewinnt Erwin-Schneider-Gedenkturnier

Der SCE trat als krasser Außenseiter im traditionsreichen Erwin-Schneider-Gedenkturnier in St. Margarethen an und wurde sensationell Turniersieger. Auch wenn alle Mannschaften (so auch der SCE) ersatzgeschwächt antraten, ist das eine überragende Leistung.

Mit St. Margarethen und Rust nahmen zwei Landesligisten und mit Hornstein ein Verein der II. Liga an dem Turnier teil. Gespielt wurde jeweils 45 Minuten in einem Halbfinale, einem Spiel um Platz drei und dem Finale.

Im ersten Halbfinale zwischen Hornstein und St. Margarethen kam es zu einer Partie auf Augenhöhe, die letztendlich Hornstein aber klar mit 2:0 für sich entschied. Das war die erste Überraschung, da die Hausherren eine Liga höher angesiedelt sind. Hornstein stand damit im Finale, wo allgemein erwartet wurde, dass der Gegner SCF Rust heißen wird.

Dieser trat schließlich gegen den SC Eisenstadt aus der 2. Klasse Nord an, welche drei Ebenen weiter unten zu finden ist. Auch wenn Rust im Freistadt-Duell einen spielerischen Vorteil hat, können die Jungs vom SCE einigermaßen mithalten. Schon nach wenigen Minuten kommt Eisenstadt zu einem Konter, Miklos Ruzicska löst sich im richtigen Moment von der Abwehr.

Alleine vor dem Torhüter scheitert er zunächst an diesem, der Ball springt ihm aber wieder vor die Füße und er rollt den Ball ins leere Tor zum 1:0. Noch rechnet aber keiner mit einer Überraschung. Rust drängt auf den Ausgleich, die SCE-Abwehr steht aber sicher. Zumindest bis zur 35. Minute. Da läuft ein Spieler der Ruster mit einem sehenswerten Sololauf auf und davon und lässt Torhüter Covaciu keine Chance.

In den restlichen 10 Minuten können die Ruster aber nicht nachsetzen und so muss die Entscheidung über den Finaleinzug im Elfmeterschießen fallen. Statt 5 werden 3 Elferserien geschossen. Nachdem aber alle drei Schützen beider Teams ihren Elfer verwandelt haben, kommt es noch zu 4 weiteren Elferserien, die allesamt in einem Tor münden. Lionel Messi kann sich von unseren Jungs da noch etwas abschauen!

Schließlich kommt es zum jeweils 8. Elfmeter. Während der SCE wieder sicher trifft, knallt der Ruster Valentin Jöbstl den Ball weit über die Querlatte und der SCE steht im Finale! Das Spiel um Platz drei zwischen St. Margarethen und Rust lässt die SCE-Fans dann mit wenig Zuversicht aufs Finale blicken. Die Mannschaft, die vom Finalgegner Hornstein besiegt wurde, fegt Rust mit 8:1 vom Platz.

Die große Hoffnung war, dass der SCE wenigstens mit einem besseren Ergebnis davon kommen wird als Rust. Diese Hoffnung scheint sich zuerst zu zerschlagen, denn Hornstein dominiert das Spiel nach Belieben. Nach einer Flanke von links wird der Ball im Strafraum noch über zwei Stationen weiter gespielt, ehe SCE-Keeper Arthur Biffl das 0:1 hinnehmen muss.

Kurz darauf sorgt ein Stanglpass von rechts, der mit einem trockenen Schuss ins kurze Eck abgeschlossen wird für das vermeintlich entscheidende 0:2. Dass die Hornsteiner da noch was anbrennen lassen, denkt zu diesem Zeitpunkt niemand im Greaboch-Stadion. Auch die Hornsteiner selbst nicht, denn sie lassen nun die Zügel schleifen.

Einem lässigen Rückpass zum Tormann läuft Maximilian Dreier motiviert hinterher. Er erwischt den Ball beim Abschlag, welcher schräg nach hinten abprallt. Er läuft ihm nach und bringt ihn aus spitzem Winkel im Tor unter. Damit steht es 1:2. Die „Ausgleich“-Rufe der Fans sind da aber noch eher scherzhaft gemeint. Nur zwei Minuten später vergeht den hohen Favoriten aber das Lachen. Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte kann ein Schuss gerade noch abgeblockt werden. Der Ball kommt zu Eliah Engelschall, der sich ein Herz nimmt und aus 16 Metern zum umjubelten Ausgleich ins rechte Kreuzeck trifft.

Nun wittern die Eisenstädter die Sensation und verteidigen das Remis mit letzter Konsequenz. Es gibt Eckballserien für Hornstein. Ein ums andere Mal ist Biffl aber zur Stelle und faustet den Eckstoß aus dem Gefahrenbereich. Langsam werden die Hornsteiner nervös, denn die Spiele dauern bei diesem Turnier nur 45 Minuten.

Die Schlussoffensive bringt aber nichts ein, sodass der SCE auch diesmal wieder ein Elfmeterschießen erreicht. Dort werden die ersten drei Elfer jedes Teams wieder sicher verwandelt. Bei 4. Elfer errät Arthur Biffl die Ecke und hält den flach in die linke Ecke getretenen Ball. Der SCE wiederum trifft seinen 4. Elfer sicher und steht damit als sensationeller Turniersieger fest!

Auch wenn spielerisch noch einige Luft nach oben ist, hat die junge Truppe des SCE viel Kampfgeist und Engagement gezeigt. Das lässt für die kommende Meisterschaft hoffen. Das erste 90minütige Testspiel findet Dienstag um 19:30 in Pöttsching statt.

SCE dreht Spiel gegen Oggau

Zweimal geriet der SC Eisenstadt gegen den Favoriten Oggau in Rückstand. Am Ende hieß es aber 3:2 für den SCE. Eine geschlossene Mannschaftsleistung wurde damit mit der vollen Punktezahl belohnt.

In den ersten 10 Minuten entwickelt sich ein Spiel auf Augenhöhe. Die erste Chance haben nach 12 Minuten die Hauptstädter. Nach einem Freistoß von Franz Thometitsch köpfelt Daniel Zsitnyanyi über das Tor. Vier Minuten später versucht Burhan Güvenc einen Weitschuss. Dieser ist für Oggau-Torhüter Manuel Schwarz aber kein Problem. In Minute 20 dann die erste Chance für die Gäste.

SCE-Keeper Tomy Peijici zeigt eine kleine Unsicherheit, Julian Kröss kommt dadurch an den Ball. Die Abwehr kann aber zur Ecke klären. In der 26. Minute verlieren die Gastgeber den Ball in der eigenen Hälfte den darauf folgenden Stanglpass von links kann Alexander Kampitsch zum 0:1 verwerten. In der Herbstsaison, die mit nur 3 Punkten abgeschlossen wurde, ist der SCE oft nach einem Gegentreffer auseinander gebrochen.

Dass sich die Mannschaft inzwischen weiter entwickelt hat, sieht man in den folgenden Minuten. Es wird weiter konzentriert gespielt und der Weg nach vorne gesucht. Das wird bereits 5 Minuten nach dem Rückstand belohnt: Rade Trivunovic wird ideal angespielt, überspielt im Strafraum zwei Verteidiger und lässt Manuel Schwarz keine Chance.
In der 34. Minute versucht es Attila Soos mit einem Weitschuss, der aber zu schwach ausfällt. Das Spiel ist weiterhin ausgeglichen, die größeren Chancen hat aber der SCE. In Minute 40 trifft Attila Soos nach einem Freistoß von Franz Thometitsch per Kopf nur die obere Querlatte. Zwei Minuten darauf schießt Franz Thometitsch aus rund 12 Metern Entfernung über das Gehäuse.

In der 43. Minute hätte Eisenstadt in Führung gehen müssen. Attila Soos erkämpft sich den Ball, läuft alleine auf Manuel Schwarz zu, macht dann aber einen Haken zu viel, sodass sein Schuss noch von einem Verteidiger abgeblockt werden kann. Eine „Hundertprozentige“, die weh tut. Kurz vor der Pause ist es wieder Attila Soos, der eine gute Gelegenheit hat. Einen von ihm direkt geschossenen Freistoß kann Manuel Schwarz aber mit der Faust abwehren. So geht es mit 1:1 in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel haben die Gäste die erste gute Chance. Alexander Kampitsch steht in der 54. Minute vor Torhüter Tomy Peijici, sein Schuss kann aber abgeblockt werden. Bei ruhenden Bällen zeigen die Gastgeber leider immer wieder Unsicherheiten. So auch in Minute 55, als es Eckball gibt. Alexander Kampitsch wird nicht gedeckt und kann seelenruhig ins rechte Kreuzeck zum 1:2 einköpfeln.

Damit muss der SCE wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Aber wieder lässt sich das Team nicht aus der Ruhe bringen. Es dauert aber bis zur 68. Minute, bis die erste Torszene gelingt. Attila Soos trifft dabei aber aus kurzer Distanz nur das Außennetz. Zwei Minuten später ist es aber soweit: Faton Vokshi setzt zu einem Weitschuss an, der genau passt und für das umjubelte 2:2 sorgt.

Doch kaum ist der Jubel der Fans verstummt, legt die Mannschaft weiter nach. Nur weitere zwei Minute später verliert die Oggau-Abwehr hinten den Ball an Mohammadreza Tazegheshlagh, der spielt auf Burhan Güvenc ab und der knallt den Ball zum 3:2 unter die Latte. Damit hat Eisenstadt das Spiel innerhalb von zwei Minuten gedreht und liegt erstmals in Führung.

Nun gilt es noch die letzten 20 Minuten zu überstehen, in denen Oggau alles unternimmt, um wenigstens noch einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. In der 79. Minute kommt Alexander Kampitsch aus ca. 11 Metern zum Schuss, Tomy Peijici kann diesen aber parieren. Kurz vor dem Ende wird es noch zweimal brenzlig im SCE-Strafraum.

In der 87. Minute geht ein Weitschuss von Samual Gajdos nur knapp über das Tor und eine Minute danach kommt Fabian Pasterniak etwa 10 Meter vor dem Tor zum Schuss. Der fällt aber viel zu hoch aus. Nach 5 Minuten Nachspielzeit pfeift Schiedsrichter Akar Yüksel dann die Partie unter dem Jubel der SCE-Fans endlich ab und besiegelt damit den ersten Sieg von Eisenstadt gegen Oggau überhaupt.

Insgesamt eine starke Mannschaftsleistung gegen ein Team, dass in der Rückrunde erst eine Niederlage hinnehmen musste. In der Tabelle der Rückrunde belegt der SCE nun den 5. Platz. Nächste Woche gastiert die Mannschaft in Stotzing, das noch realistische Chancen auf Platz 2 hat. Anpfiff ist am Samstag um 18 Uhr.

Klarer Sieg in Zillingtal

Endlich konnte der SCE wieder einen vollen Erfolg verbuchen und mit einem 4:1-Auswärtssieg gegen Hirm/Zillingtal die vollen drei Punkte einsammeln. Eine deutlich verbesserte Chancenauswertung gegenüber dem Spiel in Schützen sorgte letztlich für klare Verhältnisse.

Die erste Torchance des Abends hat aber Hirm//Zillingtal. Schon in der 3. Minute versucht Nikola Gvozdenovic einen Weitschuss, der nur knapp an der linken Stange vorbei fliegt. Die Gäste kontrollieren in der Folge aber das Spiel. In Minute 17 erkämpft Kerem Ayhan den Ball für Eisenstadt, dringt links in den Strafraum ein und trifft zum umjubelten 0:1 flach ins lange Eck.

Weiterhin sind die Hauptstädter feldüberlegen, wenn auch nicht so eindeutig wie in Schützen. Zwei Minuten nach dem Tor trifft Attila Soos aus kurzer Distanz nur das Außennetz. In der 27. Minute hat Daniel Zsitnyanyi dann die Nase voll vom Herumkicken vor dem Strafraum des Gegners und zieht aus rund 32 Metern Entfernung ab. Sein Schuss geht genau ins linke Kreuzeck und lässt Hirm-Goalie Andreas Hackl keine Chance. Damit steht es 0:2.

In der Folge lässt der SCE etwas die Zügel schleifen. Die Gastgeber kommen etwas auf. Echte Torchancen können sie aber vorerst nicht herausspielen. In der 38. Minute gelingt Rade Trivunovic ein Sololauf auf der linken Seite. Das dritte SCE-Tor gelingt aber nicht, der Ball geht am langen Eck vorbei. Drei Minuten später kommen die Hausherren zu einer Chance. Einen Schuss kann SCE-Torhüter Tomy Peijic gerade noch mit dem Fuß abwehren. Gegen den Nachschuss von Patrick Pauer ist er aber machtlos und des steht 1:2.

Schon eine Minute danach hätte Attila Soos den alten Vorsprung wieder herstellen können. Sein Schuss wird aber von Andreas Hackl zur Ecke abgewehrt. Kurz vor der Pause versucht Moritz Gossy noch einen Weitschuss, der aber knapp über die Querlatte geht. Somit geht es mit einem minimalen Vorsprung in die Kabinen. In der zweiten Halbzeit müssen die Zuschauer nicht lange auf die erste Torszene warten.

Nach einem weiten Einwurf kommt Attila Soos im Strafraum an den Ball und lässt Andreas Hackl keine Chance. Damit ist der 2-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Die Heimmannschaft intensiviert nun etwas die Offensivbemühungen. Vorerst lässt die SCE-Abwehr aber keine nennenswerten Chancen zu. In der 54. Minute kommen die Gäste mit einem Weitschuss von Burhan Güvenc wieder vor das gegnerische Tor. Dieser geht aber klar über das Tor.

Hirm/Zillingtal kommt 5 Minuten später durch Robert-Alin Condurachi zu einer guten Gelegenheit, sein Schuss aus spitzem Winkel knallt aber an die linke Stange. In Minute 68 ist dann wieder der SCE am Drücker. Andreas Hackl kann einen Schuss nur kurz abwehren. Attila Soos steht genau richtig und staubt zum 1:4 ins lange Eck ab. Die restliche Spielzeit spielt der SCE dann locker herunter.

Beide Teams haben noch eine Torchance. Eisenstadt mit einem Schuss von Burhan Güvenc, den Andreas Hackl pariert und Hirm/Zillingtal mit einem Freistoß, nachdem Christop Wagentristl einen Kopfball versucht, den aber Tomy Peijic halten kann. Schließlich pfeift Schiedsrichter Stefan Dinic die Partie ab.

Endlich ist es dem SCE gelungen, die Überlegenheit auch in einen Sieg umzumünzen. Besonders sehenswert war der Treffer zum 2:0 aus über 30 Metern Entfernung. Auch die Abwehr hatte den Gegner – auch bei Standardsituationen – heute gut im Griff. Am 24. Mai gastiert Oggau auf der LA-Anlage. Anpfiff ist um 17:30. Danach findet das Flutlicht-Duell der Old Reds gegen die Young Red statt. Im Anschluss ist Party mit DJ und gegrillten Hendln. Ein Event, das man nicht versäumen darf!

Sieg bei Torfestival gegen Sigleß

In einer regelrechten Achterbahnfahrt setzte sich der SCE gegen den Tabellenzweiten Sigleß mit 6:4 durch. In der ersten Halbzeit zeigte die Abwehr noch deutliche Schwächen, in der zweiten Hälfte zeigte aber die ganze Mannschaft eine geschlossen gute Leistung.

Die heftigen Regengüsse, die letztlich zum Abbruch des Reservespiels beim Halbzeitstand von 4:1 für Eisenstadt geführt haben, haben sich zu Beginn des Spiels zum Glück verflüchtigt. Zwar regnet es immer noch leicht, die Verhältnisse sind aber absolut regulär. Wie schon einige Male in diesem Frühjahr gelingt den Hauptstädtern ein Blitzstart.

In der 2. Minute läuft sich Kerem Ayhan auf der linken Seite frei, bekommt den Ball und verwertet alleine vor Torhüter Martin Wenzel ins lange Eck zum umjubelten 1:0. Die Gäste versuchen daraufhin sofort zurück zu schlagen. Zwei Minuten nach dem Treffer bringt Felix Gerenschier eine Flanke gefährlich in den Strafraum, SCE-Keeper Tomy Pejicic ist aber zur Stelle und fängt die Kugel knapp vor den gegnerischen Stürmern aus der Luft.

In Minute 8 ist es wieder Tomy Pejicic, der einen guten Weitschuss von Fabian Geissler abwehrt und so den Ausgleich verhindert. In der 12. Minute kommen die Gastgeber zu einem schnellen Konter auf der rechten Seite. Rade Trivunovic dringt in den Strafraum ein, kämpft sich bis zur Torout-Linie vor, legt den Ball zu Attila Soos zurück, welcher mit einem trockenen Schuss auf 2:0 erhöht.

Lange währt der Jubel der SCE-Fans aber diesmal nicht. Schon drei Minuten später kommt Sigleß wieder heran. Nach einem Schuss, den die Verteidigung abblocken kann, kommt Adam Szalai an den Ball und staubt ins lange Eck zum 2:1 ab. In der 20. Minute hätten die Gäste sogar ausgleichen können. Ein Weitschuss von Adam Szalai geht aber knapp links am Tor vorbei.

Gleich im nächste Angriff entkommt Attila Soos seinem Bewacher, er läuft auf den Torhüter zu, nachdem dieser zu Boden geht, überhebt er ihn elegant und der Ball hüpft zum 3:1 ins Tor. Kurz darauf kommt Adrijan Zaric zu einem Schuss von links, er trifft aber nur das Außennetz des kurzen Ecks. In Minute 25 wird Kerem Ayhan ideal angespielt. Auch sein Schuss findet den Weg ins Tor, sodass es sogar 4:1 steht.

Zu diesem Zeitpunkt erwartet niemand auf der Leichtathletik-Anlage mehr, dass dieses Spiel noch einmal spannend werden könnte. Aber das erweist sich als Irrtum. Bereits 4 Minuten später wird ein Sigleß-Stürmer im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Schiedsrichter Koldere Kaan zeigt sofort auf den Elfmeterpunkt. Adam Szalai lässt sich die Chance nicht entgehen und er verkürzt auf 4:2.

Dann versucht wieder der SCE zurück zu schlagen. In der 31. Minute zieht ein Schuss von Kerem Ayhan nur knapp am langen Eck vorbei. Die Zuschauer sehen in dieser Phase ein abwechslungsreiches Spiel. Lange Herumtaktieren ist heute nicht die Sache dieser beiden Teams. In Minute 36 gibt es Freistoß für die Gastgeber knapp an der Strafraumgrenze. Attila Soos bringt diesen gut aufs lange Eck, Martin Wenzel streckt sich aber und wehrt den Ball zur Ecke ab.

Gleich in der nächsten Szene kann sich Martin Wenzel wieder auszeichnen. Er wehrt einen Schuss von Adrijan Zaric aus kurzer Distanz ab. Im Gegenstoß macht es Sigleß besser. Martin Draskoczi wird von der SCE-Abwehr sträflich allein gelassen. Er bringt den Ball an Tomy Pejicic vorbei und plötzlich steht es nur mehr 4:3. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kommt es für die Hausherren noch dicker. Ein Eckball erreicht Sebastian Trejo, der ins lange Eck zum Ausgleich trifft.

Das, was nach 25 Minuten nach einer „gmahten Wiesen“ aussah, ist jetzt wieder ein völlig offenes Spiel mit allen möglichen Ausgängen. Die Pause hat dem SCE aber gut getan. Die Mannschaft versucht nun, selbst das Spiel zu machen, anstatt nur auf Konter zu lauern. In der ersten halben Stunde gelingt Sigleß kein einziger gefährlicher Angriff.

Eisenstadt braucht aber auch bis zur 54. Minute, um für Gefahr im gegnerischen Strafraum zu sorgen. Ein Kopfball von Rade Trivunovic verfehlt aber sein Ziel. Gleich im nächsten Angriff funktioniert es aber besser. Nach einem Pass von links trifft Kerem Ayhan zum neuerlichen Führungstreffer ins rechte Eck. Es ist bereits sein drittes Tor des Abends.

Damit geben sich die Gastgeber aber nicht zufrieden. Schon eine Minute nach dem letzten Tor schießt Rade Trivunovic, der Schuss geht aber ganz genau zum Tormann. Wieder zwei Minuten später ist es Franz Tometitsch, der mit einem guten Schuss an Martin Wenzel scheitert. Der SCE macht weiter Druck. Man erkennt in jeder Szene den Siegeswillen und die Absicht, den Vorsprung diesmal nicht wieder aus der Hand zu geben.

In der 63. Minute kommt Kerem Ayhan zum Schuss, der geht aber deutlich auf der rechten Seite vorbei. In Minute 68 scheitert Jan Heindl an Martin Wenzel. Sechs Minuten danach ist es Burhan Güvenc, der Martin Wenzel mit einem Weitschuss nicht bezwingen kann. Erst in der 77. Minute schaffen es die Gäste, eine Torchance herauszuspielen. Ein Schuss von Max Braunöder geht nur knapp an der rechten Stange vorbei.

In Minute 84 erlöst Rade Trivunovic dann die SCE-Fans vom Zittern vor dem drohenden Ausgleich. Ein langer Pass auf der rechten Seite wird von ihm erlaufen, er läuft mit dem Ball in den Strafraum und trifft zum Endstand von 6:4 ins lange Eck. In der 87. Minute hätte Sigleß noch einmal alles spannend machen können. Ein Freistoß aus 35 Metern wird von Sebastian Trejo so scharf und platziert aufs Tor gezirkelt, dass sich Tomy Pejicic strecken muss, um den Ball zum Corner abzulenken.

Die letzte nennenswerte Szene des Spiels liefert Eisenstadt. In der 94. Minute scheitert Jan Heindl mit einem Schuss aus kurzer Distanz, sein Nachschuss mit der Ferse geht an die Stange. Kurz darauf ertönt der Schlusspfiff. Auch wenn die Abwehrleistung in der ersten Hälfte nicht die beste war, kann die Mannschaft dennoch stolz auf den heutigen Auftritt sein.

Es wurden viele Chancen herausgespielt und auch die Chancenverwertung war ausgezeichnet. In der zweiten Hälfte sah man auch eine tadellose Abwehr. Es ist zu hoffen, dass das Team in den nächsten Runden an diese Leistung anknüpfen kann. Am kommenden Sonntag gastiert der SCE in Zagersdorf.

Triumph in Trausdorf

Aufgrund einer überragenden 2. Halbzeit ging des Team des SCE beim Nachbarn Trausdorf als 7:1-Sieger vom Feld. Zur Pause lag die Cekic-Mannschaft noch 0:1 zurück. Anel Dosljak legte mit drei Toren ein Traumdebüt hin.

Bei kaltem, windigem Wetter begann die dritte Frühjahrs-Runde am Sportplatz von Trausdorf. Schon in der 3. Minute prüft Attila Soos mit einem Freistoß auf die linke Kreuzecke Torhüter Stefano De Martin. Der Schuss ist aber zu schwach, um ihn in Verlegenheit zu bringen. In den Anfangsminuten entwickelt sich ein Spiel auf mäßigem Niveau, bei der kein Team einen klaren spielerischen Vorteil entwickeln kann.

Die Gäste sind in ihren Angriffsversuchen gefährlicher. In Minute 18 muss De Martin schon wieder eingreifen, nachdem Rade Trivunovic seinen ersten guten Schuss aufs Tor abgibt. Fünf Minuten später versucht es Attila Soos mit einem Solo, aus kurzer Distanz kann er den gegnerischen Tormann aber nicht bezwingen. In der 32. Minute schießt Adrijan Zaric in Richtung Tor, die Abwehr lenkt den Ball aber zu einem Eckball ab, der nichts einbringt.

Es dauert bis zur 39. Minute, bis die Hausherren erstmals gefährlich vors Tor kommen. Dominik Stadler erläuft einen langen Pass in den Strafraum, legt den Ball von der Torout-Linie zurück zu Tobias Mayerhofer, der trocken zum 1:0 einschießt. Das erste Gegentor aus dem ersten gelungenen Gegenangriff ist natürlich ein schwerer Dämpfer für die Hauptstädter.

Beinahe wäre vor dem Seitenwechsel aber noch der Ausgleich gelungen. Kerem Ayhan wird ideal angespielt, aber auch er kann alleine vor Stefano De Martin nicht verwerten. So geht es erstmals im Frühjahr mit einem Rückstand in die Kabinen. Dort dürfte Trainer Cekic die richtigen Worte gefunden haben. Denn die Mannschaft kommt völlig verwandelt aus der Pause zurück.

Auch eine Umstellung gibt es zur Pause, Burhan Güvenc und Anel Dosljak werden eingewechselt. Letzterer bestreitet in dieser Saison sein erstes Spiel. Bei seinem ersten Ballkontakt wird er auf der linken Seite mit einem idealen Pass in die Tiefe bedacht. Er erwischt den Ball vor dem Abwehrspieler, läuft in den Strafraum und schießt aus spitzem Winkel genau ins lange Eck zum vielumjubelten Ausgleich. Das nennt man wohl einen Einstand nach Maß.

Mit diesem Tor wenige Sekunden nach Wiederanpfiff wurden die Gastgeber kalt erwischt. In den nächsten 15 Minuten gelingt ihnen kein einziger gefährlicher Angriff. Im Gegenteil, Eisenstadt übernimmt ab sofort das Kommando. In der 51. Minute schießt Burhan Güvenc einen guten Freistoß, der von Stefano De Martin nur mit Mühe zur Ecke abgewehrt werden kann.

Drei Minuten später schießt Adrijan Zaric aufs Tor, der Abpraller gelangt zu Anel Dosljak, der allein vor dem Torhüter knapp verschießt. Den Jungs vom SCE reicht der eine Punkt sichtlich nicht aus. Der Drang nach vorne und der Wille zum Sieg sind nun in jeder Situation zu sehen. Dieser wird in der 55. Minute dann auch belohnt.

Kerem Ayhan tankt sich links durch, bringt einen vorbildlichen Stanglpass zur Mitte. Dort ist Rade Trivunovic zur Stelle und staubt zum Führungstreffer ab. Zwei Minuten später kommt es für den Tabellen-Vierten aber noch dicker. Daniel Zsitnyanyi sieht, dass Rade Trivunovic frei steht und spielt ihn an. Der ist offenbar beim Tore schießen auf den Geschmack gekommen und bringt den Ball am herauslaufenden Stefano De Martin vorbei im langen Eck zum 1:3 unter.

Damit hat der SCE das Spiel endgültig gedreht. Und wieder lassen die Gäste dem Gegner keine Zeit, um den Schock zu verkraften. Denn es dauert wieder nur zwei Minuten, bis Stefano De Martin den Ball abermals aus dem eigenen Netz holen muss. Anel Dosljak erwischt freistehend im Strafraum eine hohe Hereingabe von rechts. Er sieht, dass der Tormann zu weit vor den Tor steht und hebt den Ball gefühlvoll per Kopf in hohem Bogen ins rechte Eck.

Damit ist die Entscheidung wohl gefallen. Der Auftritt der Mannschaft in den ersten 15 Minuten der 2. Halbzeit lässt eigentlich nur mehr die Frage offen, ob das 5:1 in Parndorf noch getoppt werden kann. In der 61. Minute versuchen die Hausherren noch einmal, sich gegen das drohende Debakel zu stemmen. Ein Weitschuss von Nico Kroyer wird aber eine leichte Beute für SCE-Torhüter Tomy Pejicic.

Vier Minuten später versucht Alexander Hosiner mit einem direkten Freistoß etwas Ergebniskorrektur, der Ball geht aber daneben. In Minute 70 beendet Eisenstadt dann die rund 10-minütige Torpause. Rade Trivunovic legt für Anel Dosljak auf, der lässt Stefano De Martin keine Chance und es steht 1:5. Mit einem Dreifach-Tausch versucht Trausdorf-Trainer Oliver Zens in der 76. Minute noch einmal das Ruder herum zu reißen.

Aber es hilft nichts. Auch die Schluss-Viertelstunde gehört ganz dem SCE. In der 79. Minute tritt Rade Trivunovic zu einem Sololauf auf und schließt diesen mit einem satten Schuss ins lange Eck zu 1:6 ab. Damit ist der Rekord-Sieg in Parndorf übertrumpht! Zwei Minute später hat der selbe Spieler mit einem Schuss aus 17 Metern an die Querlatte Pech.

Den krönenden Abschluss bildet eine Bilderbuch-Kombination. Anel Dosljak passt zu Rade Trivunovic, der bedient Reserve-Spielertrainer Jan Heindl, der im Stile eines Routiniers den Endstand von 1:7 herstellt. Ein paar Minuten später ertönt der Schlusspfiff von Schiedsrichter Sert Ecir. Die Mannschaft feiert zu Recht ein unglaubliches Comeback von 0:1 auf 7:1.

Mit diesem eindrucksvollen Sieg hat der SCE erstmals seit langer Zeit den letzten Tabellenplatz verlassen und rangiert nun am 13. Platz. Sonntag ist der 12. Großhöflein auf der LA-Anlage zu Gast. Mit einem Sieg mit mindestens 3 Toren Differenz würde es gelingen, dieses Team von diesem Platz zu verdrängen. Für Spannung ist damit gesorgt. Das Spiel startet um 17:30.

Kantersieg zum Auftakt

SC/ESV Parndorf-SCE 5:1
SC/ESV Parndorf-SCE 5:1
  • Die umgebaute Mannschaft des SC Eisenstadt legte zu Beginn der Frühjahrssaison einen Blitzstart hin. Obwohl der Gegner mehr Ballbesitz hatte, beeindruckte der SCE mit einer kompakten Abwehr und einem äußerst effizienten Angriff. Am Ende ging das Team mit einem 5:1-Sieg vom Platz.

Am Regionalliga-Platz des SC/ESV Parndorf trifft der SCE auf die 1c-Mannschaft, die sich in der Hinrunde im oberen Mittelfeld der Tabelle positioniert hat und klarer Favorit in dieser Partie ist. Dieser Rolle wären die Seewinkler in der 3. Minute beinahe gerecht geworden. Alfred Werner bekommt im SCE-Strafraum den Ball und steht alleine vor Torhüter Tomy Peijcic. Dieser pariert aber mit einer Glanzparade und ermöglicht seiner Mannschaft einen Konter zu spielen.

Rade Trivunovic läuft seinem Bewacher rechts davon, bekommt einen weiten Pass zugespielt und bringt den Ball am herauslaufenden Tormann Leon Summer vorbei. Der Ball passt genau uns lange Eck. So steht es statt 1:0 nun 0:1. Ein Auftakt nach Maß! Die begeisterten mitgereisten Schlachtenbummler aus Eisenstadt ahnen, dass es mit dem erhofften Punkt in diesem Spiel tatsächlich etwas werden könnte.

In der 11. Minute dann die nächste Chance für die Gäste. Rade Trivunovic wird ideal angespielt, alleine vor Leon Summer bringt er den Ball aber nicht an diesem vorbei. Nun legen sich die Hausherren etwas mehr ins Zeug. Daraus ergeben sich auch Chancen. Aslan Izgi kommt in Minute 14 im Strafraum zum Schuss, dieser geht aber über die Querlatte. Zwei Minuten später versucht Peter Thüringer einen Weitschuss, der das Tor aber verfehlt.

Wiederum zwei Minuten später greifen die Hauptstädter, bei denen das Umschaltspiel heute ausgezeichnet funktioniert, wieder an. Nach einem von der Abwehr abgeblockten Schuss kommt Franz Thometitsch, der 5 Minuten zuvor eingewechselt wurde, aus ca. 18 Metern Entfernung zum Schuss. Der Ball passt genau unter die Latte zum 0:2.

Besonders erfreulich: Der Torschütze stammt aus der Nachwuchsarbeit des SCE und ist bereits seit der U12 beim Verein. Dass er nun in der Kampfmannschaft zum Erfolg des Teams beiträgt, ist eine schöne Bestätigung der guten und nachhaltigen Jugendarbeit beim SC Unex Eisenstadt.

Nun sind drei Punkte zum Greifen nahe, allerdings sind noch über 70 Minuten zu spielen. Die Gastgeber versuchen weiterhin das Spiel zu machen, allerdings ist vor dem Strafraum meist Schluss, da die SCE-Verteidigung sicher steht und kaum Lücken offen lässt. Aus der gesicherten Abwehr heraus versucht Eisenstadt immer wieder zu kontern.

So auch in der 23. Minute, wo ähnlich wie beim ersten Tor Rade Trivunovic rechts enteilt und einen exakten Pass bekommt. Leon Summer eilt aus seinem Tor und wird von Trivunovic elegant überhoben, sodass der Ball zum 0:3 ins Netz springt. Damit ist schon nach einem Viertel der Spielzeit die Vorentscheidung gefallen.

Am Charakter des Spiels ändert das wenig. Parndorf ist bemüht, das Spiel zu machen, Eisenstadt verhindert zumeist, dass es zu größeren Chancen kommt. In der 33. Minute schaffen es die Gastgeber allerdings doch in den Strafraum. Aslan Izgi kommt zum Kopfball, der wird aber von Tomy Peijcic unschädlich gemacht.

Drei Minuten später hat der SCE Glück: Aus kurzer Distanz kommt Veljko Rajkovic zum Schuss, Tomy Peijcic ist bereits geschlagen, der Ball prallt aber am langen Eck an die Stange und rollt ins Feld zurück. Das ist aber die letzte große Gelegenheit, die die Gäste vor der Pause zulassen. In Minute 38 spielt der SCE wieder einen makellosen Konterangriff.

Attila Soos dringt dabei in den gegnerischen Strafraum ein und wird von David Weiss zu Fall gebracht. Schiedsrichter Christoph Teubl zeigt sofort auf den Elfmeterpunkt. Der Gefoulte schießt den Strafstoß selbst. Obwohl Leon Summer die Ecke errät, ist der Schuss dennoch zu scharf und platziert, sodass es 0:4 steht. Mit diesem Spielstand geht es in die Kabinen.

Parndorf-Trainer Christian Schiegl wechselt zur Pause Martin Sulik ein, der bereits – wenn auch nur wenig – Landesliga-Erfahrung hat. Das Steuer mag aber auch dieser nicht herumzureißen. Es dauert bis zur 55. Minute, bis die Hausherren zum ersten Mal gefährlich vors Tor kommen. Alfred Werner setzt zu einem guten Schuss an, der aber von Tomy Peijcic bravourös abgewehrt wird.

Im Gegenstoß erfolgt wieder einer der gefürchteten SCE-Konter. Adrijan Zaric läuft dabei allein auf Leon Summer zu, letzterer bleibt in diesem Duell aber Sieger. Zwei Minuten danach gibt es schon die nächste Gelegenheit, die Führung auszubauen. Kerem Ayhan scheitert dabei am gegnerischen Torhüter, der Nachschuss von Rade Trivunovic geht über das Tor.

In der nächsten Viertelstunde verwalten die Eisenstädter ihren Vorsprung. Die Abwehrreihen stehen sicher, Parndorf kann trotz teils gutem Spiel im Mittelfeld nicht gefährlich werden. Erst die letzten 6 Minuten werden wieder interessant. In der 84. Minute läuft Rade Trivunovic im Zuge eines weiteren Konters alleine auf Tormann Leon Summer zu. Wieder kann dieser aber die Situation entschärfen. An ihm liegt es nicht, dass sein Team dieses Spiel klar verloren hat.

Eine Minute später gelingt den Gastgebern doch noch eine erfolgreiche Aktion. Michael Lager wird von rechts angespielt und schießt zentral aus ca. 15 Metern ins linke Eck zum Ehrentreffer. Es sollte aber nicht das letzte Tor des Abends sein. In der 90. Minute spielt der SCE eine gute Kombination im gegnerischen Strafraum, Rade Trivunovic kommt aus kurzer Distanz zum Schuss und trifft ins lange Eck zu seinem dritten Tor des Spiels.

Kurz darauf ertönt der Schlusspfiff. Der Jubel bei den SCE-Spielern und den mitgereisten Fans ist groß. Während es in der Hinrunde bis zur 10. Runde gedauert hat, um den ersten Sieg einzufahren, gibt es nun gleich in der ersten Runde einen Kantersieg.

Trainer Goran Cekic kann mit seiner Truppe zufrieden sein. Diese zeigte auf allen Positionen eine reife Leistung. Man hatte den Eindruck, diese Mannschaft wäre bereits seit Jahren ein eingespieltes Team und nicht erst in der Winterpause zusammengestellt worden.

Kommenden Samstag steigt in der LA-Arena das große Stadt-Derby gegen den UFC St. Georgen, der sich gegen den Tabellenführer Breitenbrunn dieses Wochenende nur knapp geschlagen geben musste. Ein volles Haus sollte garantiert sein!