SC UNEX EISENSTADT
since 1907

Kantersieg gegen Großhöflein

Eine sichere Verteidigung und ein effizienter Sturm sicherten dem SCE im Heimspiel gegen Großhöflein einen fulminanten 7:1 Sieg. Die Gäste beendeten das Spiel mit nur 10 Mann, die Tore fielen aber alle bereits vor dem Ausschluss.

Die Hauptstädter legen gleich wie aus der Kanone geschossen los. In der 4. Minute dringt der SCE in den gegnerischen Strafraum ein, der Ball wird zu Raffael Mitterhöfer zurück gelegt und dieser trifft aus etwa 16 Metern Distanz zum 1:0. Kaum haben sich die Gäste von dem Schrecken erholt, nimmt Enis Zibijari einem Verteidiger den Ball ab und schiebt ihn elegant an Torhüter Martin Lehner vorbei und es steht 2:0. Da sind gerade einmal 6 Minuten gespielt.

In der 14. Minute versuchen die Nachbarn Schadensbegrenzung. Lorenzo Baier schießt auf das Tor von Arthur Biffl, kann diesen damit aber nicht in Bedrängnis bringen. Die Hausherren setzen in diesem Spiel weniger auf langsamen Spielaufbau im Mittelfeld, sondern auf schnelle Gegenangriffe. So auch in Minute 18. Es ist fast eine Wiederholung des ersten Treffers.

Schnelles Eindringen in den Strafraum, der Ball wird zum anstürmenden Julian Engelschall zurück gelegt und dieser trifft aus ca. 18 Metern Entfernung sicher ins rechte Eck zum umjubelten 3:0. Damit ist schon vor der ersten Trinkpause alles klar gemacht. Zu diesem Zeitpunkt hat der SCE keine einzige Torchance vergeben. Drei Chancen, drei Tore. Effizienter geht es nicht.

Großhöflein gibt aber nicht auf und läuft weiter tapfer gegen die drohende Niederlage an. In der 21. Minute versucht es Eric Mayer mit einem Weitschuss, der aber am langen Eck vorbei geht. 10 Minuten später gibt es dann eine Premiere in diesem Spiel: Eisenstadt vergibt zum ersten Mal eine Torchance. Dardan Muji scheitert allein vor Martin Lehner.

Weiterhin versuchen die Gäste, Druck aufzubauen. Gegen Mörbisch ist es ihnen immerhin gelungen, nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt zu holen. Aber die Abwehr der Gastgeber lässt nichts anbrennen. So ist es wieder der SCE, der die nächste gute Gelegenheit hat. Miklos Ruzicska wird im Strafraum rechts ideal angespielt. Sein Schuss aufs Tor geht aber über die Querlatte.

In der 41. Minute ist Großhöflein weit aufgerückt. Die SCE-Abwehr erbeutet den Ball und befördert ihn mit einem weiten Pass nach vorne. Raffael Mitterhöfer startet noch aus der eigenen Hälfte und ist deshalb nicht abseits. Er läuft mit dem Ball auf Martin Lehner zu und lässt diesem keine Chance. Somit geht es mit einer komfortablen 4:0-Führung in die Kabinen.

Auch in der zweiten Spielhälfte müssen die SCE-Fans nicht viel Geduld aufbringen. Die Matchuhr ist noch nicht auf 46 gesprungen, da steht es schon 5:0. Miklos Ruzicska trägt sich diesmal mit einem Abstauber in die Schützenliste ein. Nur drei Minuten beträgt dann die Wartezeit auf das 6:0. Martin Stockinger trifft nach einem Eckball ins lange Eck.

Derselbe Spieler nimmt wieder drei Minuten später Gästetormann Martin Lehner den Ball ab und trifft aus spitzem Winkel zum 7:0. Damit ist der Großhöfleiner Attila Fajt gar nicht einverstanden und er sagt dem Schiedsrichter ordentlich die Meinung. Nach der folgenden gelben Karte legt er nochmal nach und sieht postwendend die zweite Gelbe und darf schon vor allen anderen duschen gehen.

Das motiviert seine Mannschaftskameraden aber, sich noch etwas mehr ins Zeug zu legen. Man hat sogar den Eindruck, dass die Gäste zu zehnt besser spielen als vor dem Ausschluss. In der 56. Minute kommt Ricardo Flasch im Strafraum an den Ball, setzt ihn aber von links ins Außennetz. Zwei Minuten später begeht die bisher makellose SCE-Abwehr an der Strafraumgrenze ein Foul.

Schiedsrichter Goran Stevic entscheidet auf Elfmeter. Diesen verwandelt Eric Mayer sicher zum Ehrentreffer für seine Mannschaft. Ein Tor, das jedenfalls nicht unverdient ist, denn auch in der restlichen Spielzeit lassen die Gäste nicht erkennen, dass sie einen Mann weniger am Feld haben. Man bemüht sich weiter, aber die Abwehr von Eisenstadt lässt nichts erwähnenswertes zu.

Die Gastgeber kommen noch zu einigen Chancen, man merkt aber, dass der letzte Nachdruck nun fehlt und auch etwas der Schlendrian einzieht. In der 67. Minute hat Franz Thometitsch eine gute Gelegenheit, schießt aber über das Tor. Eine Minute danach kann sich Martin Lehner auszeichnen, nachdem Mohammadreza Tazegheshlagh ideal auf Raffael Mitterhöfer gepasst hat. Gleich in der nächsten Aktion rettet der Gästetormann wieder in letzter Sekunde vor Imran Muji.

Dieser Spieler ist es auch, der in Minute 79 die Chance auf den achten SCE-Treffer hat. Sein Schuss geht aber am langen Eck vorbei. Die beste Gelegenheit in der Schlussphase hat Großhöflein. Marco Fiegerl hebt den Ball elegant aufs Tor, dieser prallt aber an die Innenstange und fliegt parallel zur Torlinie, bleibt aber auf dem Feld.

Die letzte Chance des Spieles hat wieder der SCE. Jonas Engelschall läuft in Minute 84 allein auf Torhüter Martin Lehner zu, dieser zeigt sich aber erneut in Topform und verhindert ein noch größeres Debakel für sein Team. Mit dem Schlusspfiff wird der höchste Sieg des SCE seit dem 7:1 in Trausdorf im März offiziell.

Wer anhand des Ergebnisses ein einseitiges Spiel mit einer drückenden Überlegenheit des SCE vermutet, irrt sich. Eine solide Abwehrleistung und eine unglaubliche Effizienz im Angriff waren die Mittel zum Erfolg am heutigen Abend. Der Gegner aus der Nachbargemeinde war spielerisch auf Augenhöhe, aber eben ohne das Abwehrbollwerk und ohne den treffsicheren Angriff.

Am Freitag gastiert der SCE in Sigleß und wird versuchen, seine Siegesserie dort fortzusetzen. Die Schlachtenbummler der Rot-Weißen warten schon ungeduldig auf dieses Match.

Bittere Heimniederlage gegen Großhöflein

Die junge Mannschaft des SCE konnte an die gute Leistung im Spiel gegen Trausdorf nicht anschließen und verlor gegen den Nachbarn Großhöflein letztlich verdient mit 1:3.

Dabei gelingt den Hauptstädtern wieder ein Auftakt nach Maß. Schon in der 7. Minute läuft sich Rade Trivunovic rechts frei, lässt einen Abwehrspieler aussteigen und trifft aus ins kurze Eck zum 1:0. Zu diesem Zeitpunkt zweifeln die SCE-Fans keine Sekunde daran, dass ihr Team heute wieder als Sieger vom Feld gehen wird.

Die Spieler offenbar auch nicht. So zieht der Schlendrian in die Mannschaft ein. In Minute 13 wird Lukas De Zordo auf der rechten Seite ungenügend gedeckt, er kommt an den Ball und hebt ihn über SCE-Torwart Tomy Pejicic zum Ausgleich ins Tor. Dieser Treffer motiviert die Gäste sichtlich und bringt die Hausherren völlig aus dem Konzept.

In den 20 Minuten funktioniert das Spiel nach vorne überhaupt nicht. Einzige erwähnenswerte Szene ist ein Weitschuss von Burhan Güvenc in der 14. Minute, der für Großhöflein-Keeper Marek Adamovic kein Problem darstellt. Ein Freistoß von Großhöflein in Minute 23 wird von der Mauer zur Ecke abgelenkt. In dieser Phase schafft es keine der beiden Mannschaften, eine sichtbare Überlegenheit heraus zu spielen.

In der 35. Minute wird Anel Dosljak eingewechselt, der in Trausdorf mit drei Toren zu einem der beiden Matchwinner avancierte. Aber auch er schafft es nicht, entscheidende Akzente zu setzen. Eisenstadt bemüht sich anzugreifen, die gegnerische Abwehr steht aber kompakt. So sind es die Gäste, die die nächste gute Chance haben. Nach einem Eckball geht ein Kopfball von Kevin Dancsecs nur knapp neben das Tor.

Einzige Ausbeute für den SCE ist in dieser Phase ein Schuss von Adrijan Zaric aus rund 14 Metern Entfernung, der von Marek Adamovic abgewehrt wird. So geht es mit einem enttäuschenden 1:1 in die Kabinen. Wer nun erwartet hat, dass die Roten wie in der Vorwoche verwandelt aus der Pause kommen und groß aufspielen würden, hat sich leider getäuscht.

Weiterhin agiert die Mannschaft weitgehend planlos, auch der letzte Einsatz und der Kampfeswille, der das Team beim 7:1 ausgezeichnet hat, ist weit und breit nicht zu sehen. So gelingt es in den 45 Minuten der regulären Spielzeit der 2. Hälfte kein einzges Mal, gefährlich vors Tor zu kommen. Die einzigen Chancen haben die Gäste.

So etwa in der 53. Minute, als Tomy Pejicic sich in einen Schuss aus kurzer Distanz wirft und dabei den Ball mit voller Wucht ins Gesicht bekommt. Nach einer längeren Behandlungspause kann er aber weiter spielen. In Minute 62 löst sich Lukas De Zordo von seinem Bewacher, bekommt den Ball zugespielt und trifft zum 1:2 ins lange Eck. Ein Treffer, der sich leider abgezeichnet hat.

Nun stehen die Hausherren unter Druck. Am Charakter des Spiels ändert das aber wenig. Großhöflein hat keine große Mühe, den Gegner im Griff zu halten. An der Strafraumgrenze ist meist Schluss mit den Angriffen. In der 73. Minute verletzt sich Balasz Bakondi ohne Einwirkung des Gegners.

Er kann nicht weiter spielen und muss gestützt vom Feld begleitet werden. Ein symptomatisches Bild für diesen gebrauchten Abend. Bakondi wird von Faton Vokshi ersetzt, einem ehemaligen Stammspieler, der selbst nicht topfit ist. In der 86. Minute kommt Großhöflein nach einem Freistoß zu einer weiteren guten Gelegenheit. Eric Szedenik köpfelt aber daneben.

Schon im nächsten Angriff ist es wieder Eric Szedenik, der mit einem Stangenschuss Pech hat. In der letzten Minute der regulären Spielzeit versucht Lukas De Zordo, der schon zwei Treffer erzielt hat, einen Weitschuss aus rund 22 Metern. Der Ball landet genau im rechten Kreuzeck zum Endstand von 1:3. Ein Treffer, der leider absolut verdient war.

Durch die beiden Verletzungspausen gibt es noch eine lange Nachspielzeit, in der der SCE immerhin zwei Weitschüsse verzeichnet. Burhan Güvenc in der 93. und Paul Zechmeister in der 100. Minute verfehlen ihr Ziel aber jeweils deutlich. Schließlich beendet Schiedsrichter Martin Gyarmati dieses Desaster und schickt die Mannschaften unter die Dusche.

Vielleicht haben sich die SCE-Spieler nach dem 7:1-Kantersieg in Trausdorf zu siegessicher gefühlt. Jedenfalls war es eine rundherum schlechte Leistung der ganzen Mannschaft. Es ist zu hoffen, dass die jungen Spieler daraus lernen und es in Zukunft besser machen. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es kommenden Samstag in Oslip. Anpfiff ist um 16:30 Uhr.