SC UNEX EISENSTADT
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Sieg bei Torfestival gegen Sigleß

In einer regelrechten Achterbahnfahrt setzte sich der SCE gegen den Tabellenzweiten Sigleß mit 6:4 durch. In der ersten Halbzeit zeigte die Abwehr noch deutliche Schwächen, in der zweiten Hälfte zeigte aber die ganze Mannschaft eine geschlossen gute Leistung.

Die heftigen Regengüsse, die letztlich zum Abbruch des Reservespiels beim Halbzeitstand von 4:1 für Eisenstadt geführt haben, haben sich zu Beginn des Spiels zum Glück verflüchtigt. Zwar regnet es immer noch leicht, die Verhältnisse sind aber absolut regulär. Wie schon einige Male in diesem Frühjahr gelingt den Hauptstädtern ein Blitzstart.

In der 2. Minute läuft sich Kerem Ayhan auf der linken Seite frei, bekommt den Ball und verwertet alleine vor Torhüter Martin Wenzel ins lange Eck zum umjubelten 1:0. Die Gäste versuchen daraufhin sofort zurück zu schlagen. Zwei Minuten nach dem Treffer bringt Felix Gerenschier eine Flanke gefährlich in den Strafraum, SCE-Keeper Tomy Pejicic ist aber zur Stelle und fängt die Kugel knapp vor den gegnerischen Stürmern aus der Luft.

In Minute 8 ist es wieder Tomy Pejicic, der einen guten Weitschuss von Fabian Geissler abwehrt und so den Ausgleich verhindert. In der 12. Minute kommen die Gastgeber zu einem schnellen Konter auf der rechten Seite. Rade Trivunovic dringt in den Strafraum ein, kämpft sich bis zur Torout-Linie vor, legt den Ball zu Attila Soos zurück, welcher mit einem trockenen Schuss auf 2:0 erhöht.

Lange währt der Jubel der SCE-Fans aber diesmal nicht. Schon drei Minuten später kommt Sigleß wieder heran. Nach einem Schuss, den die Verteidigung abblocken kann, kommt Adam Szalai an den Ball und staubt ins lange Eck zum 2:1 ab. In der 20. Minute hätten die Gäste sogar ausgleichen können. Ein Weitschuss von Adam Szalai geht aber knapp links am Tor vorbei.

Gleich im nächste Angriff entkommt Attila Soos seinem Bewacher, er läuft auf den Torhüter zu, nachdem dieser zu Boden geht, überhebt er ihn elegant und der Ball hüpft zum 3:1 ins Tor. Kurz darauf kommt Adrijan Zaric zu einem Schuss von links, er trifft aber nur das Außennetz des kurzen Ecks. In Minute 25 wird Kerem Ayhan ideal angespielt. Auch sein Schuss findet den Weg ins Tor, sodass es sogar 4:1 steht.

Zu diesem Zeitpunkt erwartet niemand auf der Leichtathletik-Anlage mehr, dass dieses Spiel noch einmal spannend werden könnte. Aber das erweist sich als Irrtum. Bereits 4 Minuten später wird ein Sigleß-Stürmer im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Schiedsrichter Koldere Kaan zeigt sofort auf den Elfmeterpunkt. Adam Szalai lässt sich die Chance nicht entgehen und er verkürzt auf 4:2.

Dann versucht wieder der SCE zurück zu schlagen. In der 31. Minute zieht ein Schuss von Kerem Ayhan nur knapp am langen Eck vorbei. Die Zuschauer sehen in dieser Phase ein abwechslungsreiches Spiel. Lange Herumtaktieren ist heute nicht die Sache dieser beiden Teams. In Minute 36 gibt es Freistoß für die Gastgeber knapp an der Strafraumgrenze. Attila Soos bringt diesen gut aufs lange Eck, Martin Wenzel streckt sich aber und wehrt den Ball zur Ecke ab.

Gleich in der nächsten Szene kann sich Martin Wenzel wieder auszeichnen. Er wehrt einen Schuss von Adrijan Zaric aus kurzer Distanz ab. Im Gegenstoß macht es Sigleß besser. Martin Draskoczi wird von der SCE-Abwehr sträflich allein gelassen. Er bringt den Ball an Tomy Pejicic vorbei und plötzlich steht es nur mehr 4:3. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kommt es für die Hausherren noch dicker. Ein Eckball erreicht Sebastian Trejo, der ins lange Eck zum Ausgleich trifft.

Das, was nach 25 Minuten nach einer „gmahten Wiesen“ aussah, ist jetzt wieder ein völlig offenes Spiel mit allen möglichen Ausgängen. Die Pause hat dem SCE aber gut getan. Die Mannschaft versucht nun, selbst das Spiel zu machen, anstatt nur auf Konter zu lauern. In der ersten halben Stunde gelingt Sigleß kein einziger gefährlicher Angriff.

Eisenstadt braucht aber auch bis zur 54. Minute, um für Gefahr im gegnerischen Strafraum zu sorgen. Ein Kopfball von Rade Trivunovic verfehlt aber sein Ziel. Gleich im nächsten Angriff funktioniert es aber besser. Nach einem Pass von links trifft Kerem Ayhan zum neuerlichen Führungstreffer ins rechte Eck. Es ist bereits sein drittes Tor des Abends.

Damit geben sich die Gastgeber aber nicht zufrieden. Schon eine Minute nach dem letzten Tor schießt Rade Trivunovic, der Schuss geht aber ganz genau zum Tormann. Wieder zwei Minuten später ist es Franz Tometitsch, der mit einem guten Schuss an Martin Wenzel scheitert. Der SCE macht weiter Druck. Man erkennt in jeder Szene den Siegeswillen und die Absicht, den Vorsprung diesmal nicht wieder aus der Hand zu geben.

In der 63. Minute kommt Kerem Ayhan zum Schuss, der geht aber deutlich auf der rechten Seite vorbei. In Minute 68 scheitert Jan Heindl an Martin Wenzel. Sechs Minuten danach ist es Burhan Güvenc, der Martin Wenzel mit einem Weitschuss nicht bezwingen kann. Erst in der 77. Minute schaffen es die Gäste, eine Torchance herauszuspielen. Ein Schuss von Max Braunöder geht nur knapp an der rechten Stange vorbei.

In Minute 84 erlöst Rade Trivunovic dann die SCE-Fans vom Zittern vor dem drohenden Ausgleich. Ein langer Pass auf der rechten Seite wird von ihm erlaufen, er läuft mit dem Ball in den Strafraum und trifft zum Endstand von 6:4 ins lange Eck. In der 87. Minute hätte Sigleß noch einmal alles spannend machen können. Ein Freistoß aus 35 Metern wird von Sebastian Trejo so scharf und platziert aufs Tor gezirkelt, dass sich Tomy Pejicic strecken muss, um den Ball zum Corner abzulenken.

Die letzte nennenswerte Szene des Spiels liefert Eisenstadt. In der 94. Minute scheitert Jan Heindl mit einem Schuss aus kurzer Distanz, sein Nachschuss mit der Ferse geht an die Stange. Kurz darauf ertönt der Schlusspfiff. Auch wenn die Abwehrleistung in der ersten Hälfte nicht die beste war, kann die Mannschaft dennoch stolz auf den heutigen Auftritt sein.

Es wurden viele Chancen herausgespielt und auch die Chancenverwertung war ausgezeichnet. In der zweiten Hälfte sah man auch eine tadellose Abwehr. Es ist zu hoffen, dass das Team in den nächsten Runden an diese Leistung anknüpfen kann. Am kommenden Sonntag gastiert der SCE in Zagersdorf.

Unnötige 2:4-Niederlage in Oslip

Mit großen Erwartungen ist die Mannschaft des SC Eisenstadt zum Auswärtsspiel nach Oslip gefahren. Diese wurden schon in den ersten 15 Minuten durch Abwehrfehler zunichte gemacht. Vor allem in der zweiten Hälfte sah man, dass in diesem Spiel wesentlich mehr drin gewesen wäre.

Schon in der 8. Minute erfolgt die erste kalte Dusche für den SCE. Die Osliper nutzen einen Abspielfehler beim rausspielen, Adrian Bodog kommt an einen Lochpass und überwindet Eisenstadt-Keeper Tomy Peijcic und stellt auf 1:0. Nur vier Minuten später passt die Abwehr der Gäste in der Mitte auf Georg Fröhlich nicht auf, er erhält einen scharfen Pass von links und staubt trocken zum 2:0 ab.

Ein ganz schlechter Start für die Hauptstädter. Die bemühen sich immerhin, dagegen zu halten. In Minute 17 kommt Attila Soos aus kurzer Distanz zum Schuss, Torhüter Benjamin Skarits kann aber abwehren. Viel mehr bringen die Gäste aber in der ersten Hälfte aber nicht zuwege. Bei den Hausherren klappt es besser. Abel Kulcsar sieht in der 36. Minute, dass Tomy Peijcic etwas zu weit aus dem Tor gekommen ist. Er versucht einen Weitschuss und trifft genau ins Kreuzeck zur Vorentscheidung.

Mit 3:0 geht es in die Kabinen. Nach Wiederbeginn zeigt sich Eisenstadt etwas besser eingestellt. Man geht mehr in die Zweikämpfe und spielt auch eine Spur effizienter nach vorne. Schon in der 46. Minute hat Rade Trivunovic eine Kopfballchance, die aber von Benjamin Skarits pariert wird. In Minute 55 gibt es für die mitgereisten SCE-Fans dann endlich Grund zum Jubeln.

Nach einer guten Kombination kommt Attila Soos an einen zurück gelegten Ball und trifft zum umjubelten 3:1. Nun keimt in der Mannschaft von Trainer Cekic wieder Hoffnung auf. Man erinnert sich an die 7 Tore, die man in Trausdorf in einer einzigen Halbzeit erzielt hat. Vier Minuten nach dem Tor hat Adrijan Zaric die Chance, weiter zu verkürzen. Sein Weitschuss ist aber kein Problem für Benjamin Skarits.

In der 65. Minute werden die Hoffnungen des SCE auf einen Punkt aber wieder zunichte gemacht. Abel Kulcsar läuft sich frei, bekommt den Ball und bezwingt Tomy Peijcic zum 4:1. Zwei Minute später gibt es einen Freistoß für die Gastgeber. Nico Stiglitz schießt den Ball aber über die Querlatte. Der SCE spielt in dieser Phase bemüht, kann aber selten gefährlich werden.

Die beste Szene war noch ein Schuss aus ca. 14 Metern durch Faton Vokshi in der 70. Minute, der nur knapp über das Tor geht. In Minute 76 gelingt immerhin noch Ergebniskosmetik. Rade Trivunovic erhält den Ball, geht links in den Strafraum, spielt Benjamin Skarits aus und schießt zum 4:2 ein. Aus der erhofften Schlussoffensive der Gäste wurde nichts.

Einzig in der 93. Minute ist ein Weitschuss von Adrijan Zaric noch erwähnenswert. Auch dieser wird eine Beute des gegnerischen Torhüters. Schließlich beendet Schiedsrichter Manuel Prenner die Partie. In der zweiten Halbzeit sah man kein überragendes, aber ein zufriedenstellendes Spiel des SCE. Leider schafft es das Team noch nicht, zwei gute Hälften hinzulegen.

Auch bei den beiden Auswärtssiegen in Parndorf und Trausdorf wurden die entscheidenden Tore in nur jeweils einer guten Halbzeit erzielt. Sollte die Mannschaft die ansprechenden Leistungen künftig über 90 Minuten halten, können wir noch sehr viel von diesem Team erwarten. Die nächste Gelegenheit dafür ist das Heimspiel gegen Aufstiegskandidat Sigleß am Sonntag um 17:30.

Bittere Heimniederlage gegen Großhöflein

Die junge Mannschaft des SCE konnte an die gute Leistung im Spiel gegen Trausdorf nicht anschließen und verlor gegen den Nachbarn Großhöflein letztlich verdient mit 1:3.

Dabei gelingt den Hauptstädtern wieder ein Auftakt nach Maß. Schon in der 7. Minute läuft sich Rade Trivunovic rechts frei, lässt einen Abwehrspieler aussteigen und trifft aus ins kurze Eck zum 1:0. Zu diesem Zeitpunkt zweifeln die SCE-Fans keine Sekunde daran, dass ihr Team heute wieder als Sieger vom Feld gehen wird.

Die Spieler offenbar auch nicht. So zieht der Schlendrian in die Mannschaft ein. In Minute 13 wird Lukas De Zordo auf der rechten Seite ungenügend gedeckt, er kommt an den Ball und hebt ihn über SCE-Torwart Tomy Pejicic zum Ausgleich ins Tor. Dieser Treffer motiviert die Gäste sichtlich und bringt die Hausherren völlig aus dem Konzept.

In den 20 Minuten funktioniert das Spiel nach vorne überhaupt nicht. Einzige erwähnenswerte Szene ist ein Weitschuss von Burhan Güvenc in der 14. Minute, der für Großhöflein-Keeper Marek Adamovic kein Problem darstellt. Ein Freistoß von Großhöflein in Minute 23 wird von der Mauer zur Ecke abgelenkt. In dieser Phase schafft es keine der beiden Mannschaften, eine sichtbare Überlegenheit heraus zu spielen.

In der 35. Minute wird Anel Dosljak eingewechselt, der in Trausdorf mit drei Toren zu einem der beiden Matchwinner avancierte. Aber auch er schafft es nicht, entscheidende Akzente zu setzen. Eisenstadt bemüht sich anzugreifen, die gegnerische Abwehr steht aber kompakt. So sind es die Gäste, die die nächste gute Chance haben. Nach einem Eckball geht ein Kopfball von Kevin Dancsecs nur knapp neben das Tor.

Einzige Ausbeute für den SCE ist in dieser Phase ein Schuss von Adrijan Zaric aus rund 14 Metern Entfernung, der von Marek Adamovic abgewehrt wird. So geht es mit einem enttäuschenden 1:1 in die Kabinen. Wer nun erwartet hat, dass die Roten wie in der Vorwoche verwandelt aus der Pause kommen und groß aufspielen würden, hat sich leider getäuscht.

Weiterhin agiert die Mannschaft weitgehend planlos, auch der letzte Einsatz und der Kampfeswille, der das Team beim 7:1 ausgezeichnet hat, ist weit und breit nicht zu sehen. So gelingt es in den 45 Minuten der regulären Spielzeit der 2. Hälfte kein einzges Mal, gefährlich vors Tor zu kommen. Die einzigen Chancen haben die Gäste.

So etwa in der 53. Minute, als Tomy Pejicic sich in einen Schuss aus kurzer Distanz wirft und dabei den Ball mit voller Wucht ins Gesicht bekommt. Nach einer längeren Behandlungspause kann er aber weiter spielen. In Minute 62 löst sich Lukas De Zordo von seinem Bewacher, bekommt den Ball zugespielt und trifft zum 1:2 ins lange Eck. Ein Treffer, der sich leider abgezeichnet hat.

Nun stehen die Hausherren unter Druck. Am Charakter des Spiels ändert das aber wenig. Großhöflein hat keine große Mühe, den Gegner im Griff zu halten. An der Strafraumgrenze ist meist Schluss mit den Angriffen. In der 73. Minute verletzt sich Balasz Bakondi ohne Einwirkung des Gegners.

Er kann nicht weiter spielen und muss gestützt vom Feld begleitet werden. Ein symptomatisches Bild für diesen gebrauchten Abend. Bakondi wird von Faton Vokshi ersetzt, einem ehemaligen Stammspieler, der selbst nicht topfit ist. In der 86. Minute kommt Großhöflein nach einem Freistoß zu einer weiteren guten Gelegenheit. Eric Szedenik köpfelt aber daneben.

Schon im nächsten Angriff ist es wieder Eric Szedenik, der mit einem Stangenschuss Pech hat. In der letzten Minute der regulären Spielzeit versucht Lukas De Zordo, der schon zwei Treffer erzielt hat, einen Weitschuss aus rund 22 Metern. Der Ball landet genau im rechten Kreuzeck zum Endstand von 1:3. Ein Treffer, der leider absolut verdient war.

Durch die beiden Verletzungspausen gibt es noch eine lange Nachspielzeit, in der der SCE immerhin zwei Weitschüsse verzeichnet. Burhan Güvenc in der 93. und Paul Zechmeister in der 100. Minute verfehlen ihr Ziel aber jeweils deutlich. Schließlich beendet Schiedsrichter Martin Gyarmati dieses Desaster und schickt die Mannschaften unter die Dusche.

Vielleicht haben sich die SCE-Spieler nach dem 7:1-Kantersieg in Trausdorf zu siegessicher gefühlt. Jedenfalls war es eine rundherum schlechte Leistung der ganzen Mannschaft. Es ist zu hoffen, dass die jungen Spieler daraus lernen und es in Zukunft besser machen. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es kommenden Samstag in Oslip. Anpfiff ist um 16:30 Uhr.

Triumph in Trausdorf

Aufgrund einer überragenden 2. Halbzeit ging des Team des SCE beim Nachbarn Trausdorf als 7:1-Sieger vom Feld. Zur Pause lag die Cekic-Mannschaft noch 0:1 zurück. Anel Dosljak legte mit drei Toren ein Traumdebüt hin.

Bei kaltem, windigem Wetter begann die dritte Frühjahrs-Runde am Sportplatz von Trausdorf. Schon in der 3. Minute prüft Attila Soos mit einem Freistoß auf die linke Kreuzecke Torhüter Stefano De Martin. Der Schuss ist aber zu schwach, um ihn in Verlegenheit zu bringen. In den Anfangsminuten entwickelt sich ein Spiel auf mäßigem Niveau, bei der kein Team einen klaren spielerischen Vorteil entwickeln kann.

Die Gäste sind in ihren Angriffsversuchen gefährlicher. In Minute 18 muss De Martin schon wieder eingreifen, nachdem Rade Trivunovic seinen ersten guten Schuss aufs Tor abgibt. Fünf Minuten später versucht es Attila Soos mit einem Solo, aus kurzer Distanz kann er den gegnerischen Tormann aber nicht bezwingen. In der 32. Minute schießt Adrijan Zaric in Richtung Tor, die Abwehr lenkt den Ball aber zu einem Eckball ab, der nichts einbringt.

Es dauert bis zur 39. Minute, bis die Hausherren erstmals gefährlich vors Tor kommen. Dominik Stadler erläuft einen langen Pass in den Strafraum, legt den Ball von der Torout-Linie zurück zu Tobias Mayerhofer, der trocken zum 1:0 einschießt. Das erste Gegentor aus dem ersten gelungenen Gegenangriff ist natürlich ein schwerer Dämpfer für die Hauptstädter.

Beinahe wäre vor dem Seitenwechsel aber noch der Ausgleich gelungen. Kerem Ayhan wird ideal angespielt, aber auch er kann alleine vor Stefano De Martin nicht verwerten. So geht es erstmals im Frühjahr mit einem Rückstand in die Kabinen. Dort dürfte Trainer Cekic die richtigen Worte gefunden haben. Denn die Mannschaft kommt völlig verwandelt aus der Pause zurück.

Auch eine Umstellung gibt es zur Pause, Burhan Güvenc und Anel Dosljak werden eingewechselt. Letzterer bestreitet in dieser Saison sein erstes Spiel. Bei seinem ersten Ballkontakt wird er auf der linken Seite mit einem idealen Pass in die Tiefe bedacht. Er erwischt den Ball vor dem Abwehrspieler, läuft in den Strafraum und schießt aus spitzem Winkel genau ins lange Eck zum vielumjubelten Ausgleich. Das nennt man wohl einen Einstand nach Maß.

Mit diesem Tor wenige Sekunden nach Wiederanpfiff wurden die Gastgeber kalt erwischt. In den nächsten 15 Minuten gelingt ihnen kein einziger gefährlicher Angriff. Im Gegenteil, Eisenstadt übernimmt ab sofort das Kommando. In der 51. Minute schießt Burhan Güvenc einen guten Freistoß, der von Stefano De Martin nur mit Mühe zur Ecke abgewehrt werden kann.

Drei Minuten später schießt Adrijan Zaric aufs Tor, der Abpraller gelangt zu Anel Dosljak, der allein vor dem Torhüter knapp verschießt. Den Jungs vom SCE reicht der eine Punkt sichtlich nicht aus. Der Drang nach vorne und der Wille zum Sieg sind nun in jeder Situation zu sehen. Dieser wird in der 55. Minute dann auch belohnt.

Kerem Ayhan tankt sich links durch, bringt einen vorbildlichen Stanglpass zur Mitte. Dort ist Rade Trivunovic zur Stelle und staubt zum Führungstreffer ab. Zwei Minuten später kommt es für den Tabellen-Vierten aber noch dicker. Daniel Zsitnyanyi sieht, dass Rade Trivunovic frei steht und spielt ihn an. Der ist offenbar beim Tore schießen auf den Geschmack gekommen und bringt den Ball am herauslaufenden Stefano De Martin vorbei im langen Eck zum 1:3 unter.

Damit hat der SCE das Spiel endgültig gedreht. Und wieder lassen die Gäste dem Gegner keine Zeit, um den Schock zu verkraften. Denn es dauert wieder nur zwei Minuten, bis Stefano De Martin den Ball abermals aus dem eigenen Netz holen muss. Anel Dosljak erwischt freistehend im Strafraum eine hohe Hereingabe von rechts. Er sieht, dass der Tormann zu weit vor den Tor steht und hebt den Ball gefühlvoll per Kopf in hohem Bogen ins rechte Eck.

Damit ist die Entscheidung wohl gefallen. Der Auftritt der Mannschaft in den ersten 15 Minuten der 2. Halbzeit lässt eigentlich nur mehr die Frage offen, ob das 5:1 in Parndorf noch getoppt werden kann. In der 61. Minute versuchen die Hausherren noch einmal, sich gegen das drohende Debakel zu stemmen. Ein Weitschuss von Nico Kroyer wird aber eine leichte Beute für SCE-Torhüter Tomy Pejicic.

Vier Minuten später versucht Alexander Hosiner mit einem direkten Freistoß etwas Ergebniskorrektur, der Ball geht aber daneben. In Minute 70 beendet Eisenstadt dann die rund 10-minütige Torpause. Rade Trivunovic legt für Anel Dosljak auf, der lässt Stefano De Martin keine Chance und es steht 1:5. Mit einem Dreifach-Tausch versucht Trausdorf-Trainer Oliver Zens in der 76. Minute noch einmal das Ruder herum zu reißen.

Aber es hilft nichts. Auch die Schluss-Viertelstunde gehört ganz dem SCE. In der 79. Minute tritt Rade Trivunovic zu einem Sololauf auf und schließt diesen mit einem satten Schuss ins lange Eck zu 1:6 ab. Damit ist der Rekord-Sieg in Parndorf übertrumpht! Zwei Minute später hat der selbe Spieler mit einem Schuss aus 17 Metern an die Querlatte Pech.

Den krönenden Abschluss bildet eine Bilderbuch-Kombination. Anel Dosljak passt zu Rade Trivunovic, der bedient Reserve-Spielertrainer Jan Heindl, der im Stile eines Routiniers den Endstand von 1:7 herstellt. Ein paar Minuten später ertönt der Schlusspfiff von Schiedsrichter Sert Ecir. Die Mannschaft feiert zu Recht ein unglaubliches Comeback von 0:1 auf 7:1.

Mit diesem eindrucksvollen Sieg hat der SCE erstmals seit langer Zeit den letzten Tabellenplatz verlassen und rangiert nun am 13. Platz. Sonntag ist der 12. Großhöflein auf der LA-Anlage zu Gast. Mit einem Sieg mit mindestens 3 Toren Differenz würde es gelingen, dieses Team von diesem Platz zu verdrängen. Für Spannung ist damit gesorgt. Das Spiel startet um 17:30.

Remis im Stadt-Derby

  • In einem kampfbetonten Spiel mit wenig spielerischen Höhepunkten teilen sich die Stadtrivalen brüderlich die Punkte. Etwa 550 Zuschauer füllten die LA-Arena in Eisenstadt trotz des ausgesprochen kühlen Wetters.

Der SCE übernimmt von Anfang an das Kommando. Zur ersten Chance kommt es in der 6. Minute. Adrijan Zaric bekommt vor dem generischen Strafraum den Ball, setzt sich gegen mehrere Abwehrspieler durch, dringt in den Strafraum ein und trifft rechts knapp neben der Stange zum umjubelten 1:0.

Damit startet das Match genau so ideal wie das Spiel in Parndorf. Die Hoffnung, dass es auch genau so weiter geht, erfüllt sich leider nicht. In der 14. Minute probiert Attila Soos nach einem Eckball einen Weitschuss, der aber rechts am Tor vorbei geht. In Minute 19 kommen die Gäste erstmals gefährlich vor das Tor. Oliver Mancs wird freistehend angespielt und hat keine Mühe, den Ball zum Ausgleich im Tor unterzubringen.

In der Folge entwickelt sich ein flottes Spiel, in dem keine Mannschaft eine eindeutige Überlegenheit heraus spielen kann. Die Hausherren kommen aber zu mehr Chancen. In der 26. Minute fliegt ein Weitschuss von Burhan Güvenc deutlich über das Tor. Kurz darauf hat Adrija Zaric eine Gelegenheit, sein Schuss geht aber am langen Eck vorbei.

Das Spiel ist nun immer mehr geprägt durch lange Pässe, die aber kaum zu gefährlichen Situationen führen. So gibt es bis zur Halbzeit auch keine großen Chancen mehr. Nach der Pause hat der SCE die erste gute Gelegenheit. Adrija Zaric kämpft sich mit einem Sololauf in den Strafraum, haut den Ball aber aus 10 Metern Entfernung über die Querlatte.

Im Gegenzug kommt Max Manninger von rechts zum Schuss, scheitert aber an Schlussmann Tomy Peijcic. Beide Mannschaften zeigen in dieser Phase großen Einsatz. Man merkt, dass das Derby die Spieler besonders motiviert. Das Spiel bleibt aber immer fair, es gibt insgesamt nur drei gelbe Karten. Die Gastgeber haben nun etwas mehr Chancen.

In Minute 67 setzt Attila Soos zu einem guten Weitschuss von links an, Torhüter Sandro Poljakovic rettet aber zur Ecke. Vier Minuten später wird Rade Trivunovic ideal angespielt, scheitert aber allein vor Poljakovic. Der gleiche Spiel taucht in der 81. Minute wieder alleine vor Sandro Poljakovic auf, wieder kann dieser aber abwehren. Er hat dabei Glück, der Ball rollt knapp an der Stange vorbei ins Out.

Bereit im Gegenangriff hätte Andreas Jobst St. Georgen in Führung bringen können. Sein Schuss von links geht aber knapp am langen Eck vorbei. Die letzte Chance hat Eisenstadt 4 Minuten vor Schluss. Rade Trivunovic haut den Ball alleinstehend vor Tormann Sandro Poljakovic aber über das Gehäuse.

Alles in allem eine gerechte Punkteteilung, auch wenn die Gastgeber etwas mehr vom Spiel hatten und auch ein deutliches Chancenplus verzeichnen konnten. Das Reserverspiel endete 3:3. Nächsten Samstag gastiert der SCE beim Nachbarn Trausdorf. Die Mannschaft liegt auf dem 4. Tabellenplatz und ist damit der bisher stärkste Gegner in der Rückrunde. Anpfiff ist um 15:30 Uhr.

Kantersieg zum Auftakt

SC/ESV Parndorf-SCE 5:1
SC/ESV Parndorf-SCE 5:1
  • Die umgebaute Mannschaft des SC Eisenstadt legte zu Beginn der Frühjahrssaison einen Blitzstart hin. Obwohl der Gegner mehr Ballbesitz hatte, beeindruckte der SCE mit einer kompakten Abwehr und einem äußerst effizienten Angriff. Am Ende ging das Team mit einem 5:1-Sieg vom Platz.

Am Regionalliga-Platz des SC/ESV Parndorf trifft der SCE auf die 1c-Mannschaft, die sich in der Hinrunde im oberen Mittelfeld der Tabelle positioniert hat und klarer Favorit in dieser Partie ist. Dieser Rolle wären die Seewinkler in der 3. Minute beinahe gerecht geworden. Alfred Werner bekommt im SCE-Strafraum den Ball und steht alleine vor Torhüter Tomy Peijcic. Dieser pariert aber mit einer Glanzparade und ermöglicht seiner Mannschaft einen Konter zu spielen.

Rade Trivunovic läuft seinem Bewacher rechts davon, bekommt einen weiten Pass zugespielt und bringt den Ball am herauslaufenden Tormann Leon Summer vorbei. Der Ball passt genau uns lange Eck. So steht es statt 1:0 nun 0:1. Ein Auftakt nach Maß! Die begeisterten mitgereisten Schlachtenbummler aus Eisenstadt ahnen, dass es mit dem erhofften Punkt in diesem Spiel tatsächlich etwas werden könnte.

In der 11. Minute dann die nächste Chance für die Gäste. Rade Trivunovic wird ideal angespielt, alleine vor Leon Summer bringt er den Ball aber nicht an diesem vorbei. Nun legen sich die Hausherren etwas mehr ins Zeug. Daraus ergeben sich auch Chancen. Aslan Izgi kommt in Minute 14 im Strafraum zum Schuss, dieser geht aber über die Querlatte. Zwei Minuten später versucht Peter Thüringer einen Weitschuss, der das Tor aber verfehlt.

Wiederum zwei Minuten später greifen die Hauptstädter, bei denen das Umschaltspiel heute ausgezeichnet funktioniert, wieder an. Nach einem von der Abwehr abgeblockten Schuss kommt Franz Thometitsch, der 5 Minuten zuvor eingewechselt wurde, aus ca. 18 Metern Entfernung zum Schuss. Der Ball passt genau unter die Latte zum 0:2.

Besonders erfreulich: Der Torschütze stammt aus der Nachwuchsarbeit des SCE und ist bereits seit der U12 beim Verein. Dass er nun in der Kampfmannschaft zum Erfolg des Teams beiträgt, ist eine schöne Bestätigung der guten und nachhaltigen Jugendarbeit beim SC Unex Eisenstadt.

Nun sind drei Punkte zum Greifen nahe, allerdings sind noch über 70 Minuten zu spielen. Die Gastgeber versuchen weiterhin das Spiel zu machen, allerdings ist vor dem Strafraum meist Schluss, da die SCE-Verteidigung sicher steht und kaum Lücken offen lässt. Aus der gesicherten Abwehr heraus versucht Eisenstadt immer wieder zu kontern.

So auch in der 23. Minute, wo ähnlich wie beim ersten Tor Rade Trivunovic rechts enteilt und einen exakten Pass bekommt. Leon Summer eilt aus seinem Tor und wird von Trivunovic elegant überhoben, sodass der Ball zum 0:3 ins Netz springt. Damit ist schon nach einem Viertel der Spielzeit die Vorentscheidung gefallen.

Am Charakter des Spiels ändert das wenig. Parndorf ist bemüht, das Spiel zu machen, Eisenstadt verhindert zumeist, dass es zu größeren Chancen kommt. In der 33. Minute schaffen es die Gastgeber allerdings doch in den Strafraum. Aslan Izgi kommt zum Kopfball, der wird aber von Tomy Peijcic unschädlich gemacht.

Drei Minuten später hat der SCE Glück: Aus kurzer Distanz kommt Veljko Rajkovic zum Schuss, Tomy Peijcic ist bereits geschlagen, der Ball prallt aber am langen Eck an die Stange und rollt ins Feld zurück. Das ist aber die letzte große Gelegenheit, die die Gäste vor der Pause zulassen. In Minute 38 spielt der SCE wieder einen makellosen Konterangriff.

Attila Soos dringt dabei in den gegnerischen Strafraum ein und wird von David Weiss zu Fall gebracht. Schiedsrichter Christoph Teubl zeigt sofort auf den Elfmeterpunkt. Der Gefoulte schießt den Strafstoß selbst. Obwohl Leon Summer die Ecke errät, ist der Schuss dennoch zu scharf und platziert, sodass es 0:4 steht. Mit diesem Spielstand geht es in die Kabinen.

Parndorf-Trainer Christian Schiegl wechselt zur Pause Martin Sulik ein, der bereits – wenn auch nur wenig – Landesliga-Erfahrung hat. Das Steuer mag aber auch dieser nicht herumzureißen. Es dauert bis zur 55. Minute, bis die Hausherren zum ersten Mal gefährlich vors Tor kommen. Alfred Werner setzt zu einem guten Schuss an, der aber von Tomy Peijcic bravourös abgewehrt wird.

Im Gegenstoß erfolgt wieder einer der gefürchteten SCE-Konter. Adrijan Zaric läuft dabei allein auf Leon Summer zu, letzterer bleibt in diesem Duell aber Sieger. Zwei Minuten danach gibt es schon die nächste Gelegenheit, die Führung auszubauen. Kerem Ayhan scheitert dabei am gegnerischen Torhüter, der Nachschuss von Rade Trivunovic geht über das Tor.

In der nächsten Viertelstunde verwalten die Eisenstädter ihren Vorsprung. Die Abwehrreihen stehen sicher, Parndorf kann trotz teils gutem Spiel im Mittelfeld nicht gefährlich werden. Erst die letzten 6 Minuten werden wieder interessant. In der 84. Minute läuft Rade Trivunovic im Zuge eines weiteren Konters alleine auf Tormann Leon Summer zu. Wieder kann dieser aber die Situation entschärfen. An ihm liegt es nicht, dass sein Team dieses Spiel klar verloren hat.

Eine Minute später gelingt den Gastgebern doch noch eine erfolgreiche Aktion. Michael Lager wird von rechts angespielt und schießt zentral aus ca. 15 Metern ins linke Eck zum Ehrentreffer. Es sollte aber nicht das letzte Tor des Abends sein. In der 90. Minute spielt der SCE eine gute Kombination im gegnerischen Strafraum, Rade Trivunovic kommt aus kurzer Distanz zum Schuss und trifft ins lange Eck zu seinem dritten Tor des Spiels.

Kurz darauf ertönt der Schlusspfiff. Der Jubel bei den SCE-Spielern und den mitgereisten Fans ist groß. Während es in der Hinrunde bis zur 10. Runde gedauert hat, um den ersten Sieg einzufahren, gibt es nun gleich in der ersten Runde einen Kantersieg.

Trainer Goran Cekic kann mit seiner Truppe zufrieden sein. Diese zeigte auf allen Positionen eine reife Leistung. Man hatte den Eindruck, diese Mannschaft wäre bereits seit Jahren ein eingespieltes Team und nicht erst in der Winterpause zusammengestellt worden.

Kommenden Samstag steigt in der LA-Arena das große Stadt-Derby gegen den UFC St. Georgen, der sich gegen den Tabellenführer Breitenbrunn dieses Wochenende nur knapp geschlagen geben musste. Ein volles Haus sollte garantiert sein!