In einem Spiel, das arm an Höhepunkten war, teilten die Mannschaften die Punkte. Vor allem die zweite Hälfte war mit fast keinen Torszenen kein Ruhmesblatt für beide Teams. Positiv hervor zu heben war allerdings die Abwehrleistung.
Die ersten 20 Minuten gehören den Gastgebern. Der SCE kann sich in der Anfangsphase überhaupt nicht in Szene setzen. In der 10. Minute gibt es Freistoß für Zagersdorf, der von Tobias Leidl ausgeführt wird. Torhüter Tomy Pejicic ist aber auf dem Posten. Erst in Minute 19 folgt die nächste Chance. Florian Edler kommt aus spitzem Winkel zum Schuss, Tomy Pejicic kann gerade noch zur Ecke abwehren.
Bereits eine Minute später zieht Tobias Wuzlhofer aus rund 18 Metern Entferung ab, der Ball geht aber über die Querlatte. Erst in der 23. Minute fliegt der Ball zum ersten Mal auf das Tor der Hausherren. Der Weitschuss von Attila Soos ist aber kein Problem für Tormann David Rathmann. In Minute 37 dann Aufregung im Zagersdorf-Strafraum. Ein Schuss prallt von der Hand eines Zagersdorfers ab.
Schiedsrichter Öczan Emre entscheidet auf Elfmeter. Attila Soos lässt sich die Chance nicht entgehen und schießt flach ins rechte Eck zum 0:1. Aber wie schon so oft durften sich die mitgereisten SCE-Fans nicht lange über die Führung freuen. Schon 4 Minuten nach dem Führungstreffer schlägt Zagersdorf zurück.
Nach einem unnötigen Ballverlust in der Abwehr kommt Jonas Engelschall zum Schuss. Dieser geht über Tomy Pejicic drüber und senkt sich genau unter die Latte zum 1:1. Die letzten 5 Minuten der ersten Halbzeit werden dann sogar noch interessant. In der 43. Minute hätte Rade Trivunovic die Führung wieder herstellen können. Sein guter Schuss wird von der Verteidigung aber zur Ecke abgelenkt.
In der Nachspielzeit versucht es Attila Soos mit einem Schuss aus 16 Metern, er kann David Rathmann aber auch nicht gefährden. Damit gab es in den letzten 5 Minuten der ersten Hälfte mehr Torszenen, als in der gesamten 2. Halbzeit. Diese war vor allem geprägt durch weite Passes, die nur selten ihren Abnehmer gefunden haben.
Interessant wird es nur, wenn eine der beiden Mannschaften über die Flügel angreift. Aber auch da wird es nie wirklich gefährlich. Fehlpasses im Mittelfeld zerstören öfters den Spielaufbau bei beiden Teams. Die Abwehrreihen geben sich jeweils keine Blöße, sodass außer einem Schuss von Niklas Braun, den Tomy Pejicic abwehrt keine großen Chancen zu vermerken sind.
Auch 5 Minuten Nachspielzeit können daran nichts ändern, sodass ein Spiel, das keinen Sieger verdient hat, auch keinen bekommt. Den Hintermannschaften muss jedenfalls ein Kompliment ausgesprochen werden. Sie hatten die gegnerischen Stürmer auf beiden Seiten jederzeit im Griff und agierten weitgehend fehlerlos.
Nach 4 Gegentreffern gegen Sigleß ist das auf alle Fälle ein Fortschritt. Eine gute Abwehr wird auch nächsten Sonntag erforderlich sein. Denn da gastiert Tabellenführer Breitenbrunn in der LA-Arena. Ankick ist um 17:30.