Die junge Mannschaft des SCE konnte an die gute Leistung im Spiel gegen Trausdorf nicht anschließen und verlor gegen den Nachbarn Großhöflein letztlich verdient mit 1:3.
Dabei gelingt den Hauptstädtern wieder ein Auftakt nach Maß. Schon in der 7. Minute läuft sich Rade Trivunovic rechts frei, lässt einen Abwehrspieler aussteigen und trifft aus ins kurze Eck zum 1:0. Zu diesem Zeitpunkt zweifeln die SCE-Fans keine Sekunde daran, dass ihr Team heute wieder als Sieger vom Feld gehen wird.
Die Spieler offenbar auch nicht. So zieht der Schlendrian in die Mannschaft ein. In Minute 13 wird Lukas De Zordo auf der rechten Seite ungenügend gedeckt, er kommt an den Ball und hebt ihn über SCE-Torwart Tomy Pejicic zum Ausgleich ins Tor. Dieser Treffer motiviert die Gäste sichtlich und bringt die Hausherren völlig aus dem Konzept.
In den 20 Minuten funktioniert das Spiel nach vorne überhaupt nicht. Einzige erwähnenswerte Szene ist ein Weitschuss von Burhan Güvenc in der 14. Minute, der für Großhöflein-Keeper Marek Adamovic kein Problem darstellt. Ein Freistoß von Großhöflein in Minute 23 wird von der Mauer zur Ecke abgelenkt. In dieser Phase schafft es keine der beiden Mannschaften, eine sichtbare Überlegenheit heraus zu spielen.
In der 35. Minute wird Anel Dosljak eingewechselt, der in Trausdorf mit drei Toren zu einem der beiden Matchwinner avancierte. Aber auch er schafft es nicht, entscheidende Akzente zu setzen. Eisenstadt bemüht sich anzugreifen, die gegnerische Abwehr steht aber kompakt. So sind es die Gäste, die die nächste gute Chance haben. Nach einem Eckball geht ein Kopfball von Kevin Dancsecs nur knapp neben das Tor.
Einzige Ausbeute für den SCE ist in dieser Phase ein Schuss von Adrijan Zaric aus rund 14 Metern Entfernung, der von Marek Adamovic abgewehrt wird. So geht es mit einem enttäuschenden 1:1 in die Kabinen. Wer nun erwartet hat, dass die Roten wie in der Vorwoche verwandelt aus der Pause kommen und groß aufspielen würden, hat sich leider getäuscht.
Weiterhin agiert die Mannschaft weitgehend planlos, auch der letzte Einsatz und der Kampfeswille, der das Team beim 7:1 ausgezeichnet hat, ist weit und breit nicht zu sehen. So gelingt es in den 45 Minuten der regulären Spielzeit der 2. Hälfte kein einzges Mal, gefährlich vors Tor zu kommen. Die einzigen Chancen haben die Gäste.
So etwa in der 53. Minute, als Tomy Pejicic sich in einen Schuss aus kurzer Distanz wirft und dabei den Ball mit voller Wucht ins Gesicht bekommt. Nach einer längeren Behandlungspause kann er aber weiter spielen. In Minute 62 löst sich Lukas De Zordo von seinem Bewacher, bekommt den Ball zugespielt und trifft zum 1:2 ins lange Eck. Ein Treffer, der sich leider abgezeichnet hat.
Nun stehen die Hausherren unter Druck. Am Charakter des Spiels ändert das aber wenig. Großhöflein hat keine große Mühe, den Gegner im Griff zu halten. An der Strafraumgrenze ist meist Schluss mit den Angriffen. In der 73. Minute verletzt sich Balasz Bakondi ohne Einwirkung des Gegners.
Er kann nicht weiter spielen und muss gestützt vom Feld begleitet werden. Ein symptomatisches Bild für diesen gebrauchten Abend. Bakondi wird von Faton Vokshi ersetzt, einem ehemaligen Stammspieler, der selbst nicht topfit ist. In der 86. Minute kommt Großhöflein nach einem Freistoß zu einer weiteren guten Gelegenheit. Eric Szedenik köpfelt aber daneben.
Schon im nächsten Angriff ist es wieder Eric Szedenik, der mit einem Stangenschuss Pech hat. In der letzten Minute der regulären Spielzeit versucht Lukas De Zordo, der schon zwei Treffer erzielt hat, einen Weitschuss aus rund 22 Metern. Der Ball landet genau im rechten Kreuzeck zum Endstand von 1:3. Ein Treffer, der leider absolut verdient war.
Durch die beiden Verletzungspausen gibt es noch eine lange Nachspielzeit, in der der SCE immerhin zwei Weitschüsse verzeichnet. Burhan Güvenc in der 93. und Paul Zechmeister in der 100. Minute verfehlen ihr Ziel aber jeweils deutlich. Schließlich beendet Schiedsrichter Martin Gyarmati dieses Desaster und schickt die Mannschaften unter die Dusche.
Vielleicht haben sich die SCE-Spieler nach dem 7:1-Kantersieg in Trausdorf zu siegessicher gefühlt. Jedenfalls war es eine rundherum schlechte Leistung der ganzen Mannschaft. Es ist zu hoffen, dass die jungen Spieler daraus lernen und es in Zukunft besser machen. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es kommenden Samstag in Oslip. Anpfiff ist um 16:30 Uhr.