Der SCE verlor in Schützen mit 2:1, obwohl er praktisch 90 Minuten lang angegriffen hat. Selbst wenn Eisenstadt das Spiel mit 7:0 gewonnen hätte, wäre das Ergebnis nicht zu hoch ausgefallen. Aufgrund der miserablen Chancenauswertung und zweier Unaufmerksamkeiten in der Abwehr stand die Mannschaft aber zum Schluss mit leeren Händen da.
Leider können wir in diesem Spielbericht nur einen Teil der Torchancen des SCE aufzählen, da dies sonst den Rahmen sprengen würde.
Von Anfang an lässt der SC Eisenstadt keinen Zweifel daran, wer im heutigen Spiel das Kommando hat. Schon in den ersten Minuten sind fast nur die Gäste im Ballbesitz. Die Hausherren stellen sich hinten rein und beschränken sich aufs Verteidigen. In der 5. Minute probiert es Moritz Gossy mit einem Weitschuss, den Torhüter Lukas Reinprecht aber abwehren kann.
In der 10. Minute kommt es dann zum ersten Mal zu einem Entlastungsangriff der Gastgeber im Zuge dessen es zu einem Freistoß kommt. Dieser wird flach in den Strafraum gespielt. Auf Leonardo De Souza passt niemand auf und er kann den Ball ins lange Eck abfälschen. Somit steht es nach dem ersten Angriff von Schützen 1:0.
Am Charakter des Spiels ändert dies aber nichts. Die Hauptstädter sind fast die gesamte Zeit im Ballbesitz, Schützen schafft es kaum über die Mittelline. Tor will aber keines gelingen. In Minute 21 kommt Rade Trivunovic aus rund 15 Metern zum Schuss, dieser geht aber über das Tor. Vier Minuten später bringt Adrijan Zaric einen Stanglpass zur Mitte, Lukas Reinprecht ist aber zur Stelle.
In der 30. Minute zeigt Attila Soos ein schönes Solo, sein Schuss wird aber von der Abwehr zur Ecke abgelenkt. Zwei Minuten danach ist es Adrijan Zaric, der aus rund 10 Metern knapp links vorbei schießt. Gleich im nächsten Angriff muss Lukas Reinprecht wieder sein ganzes Können aufbieten, um einen Schuss von Kerem Ayhan aus kurzer Distanz zu entschärfen.
Weiterhin läuft das Spiel wie auf einer schiefen Ebene in Richtung Schützen-Tor. Aber auch in der 42. Minute trifft Adrijan Zaric mit einem Schuss von links nur das Außennetz. So geht es komplett gegen den Spielverlauf mit 1:0 in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel sehen die Zuschauer eine unveränderte Partie.
Der SC Eisenstadt dominiert das Spiel nach Belieben, man hat den Eindruck, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die SCE-Tore fallen. So rettet Lukas Reinprecht in der 54. Minute nach einem Schuss von Attila Soos zur Ecke. In Minute 59 ist es der selbe Spieler, der einen Freistoß nur knapp über das Tor schießt. Zwei Minuten danach ist es endlich soweit.
Adrijan Zaric dringt auf der linken Seite in den Strafraum ein und trifft mit einem scharfen Schuss hoch ins lange Eck zum Ausgleich. Nun scheint zumindest die drohende Niederlage abgewendet und der mehr als verdiente Sieg zum Greifen nahe zu sein. So greift der SCE weiter unverdrossen an. In der 67. Minute hält Lukas Reinprecht einen Weitschuss von Rade Trivunovic.
Vier Minuten danach kann die Abwehr der Gastgeber einen Schuss von Kerem Ayhan gerade noch zur Ecke abwehren. In Minute 74 muss Lukas Reinprecht wieder sein ganzes Können aufbieten, um einen Weitschuss von Adrijan Zaric zum Eckball abzuwehren. In der 77. Minute kommt dann wieder mal Schützen nach vorne. Es gibt einen Eckball. Dieser senkt sich am langen Eck, wo kein Verteidiger auf David Lenghart aufpasst. Der knallt den Ball aus kurzer Distanz unter die Querlatte und stellt damit völlig überraschend auf 2:1.
Nun hat Eisenstadt nur mehr eine Viertelstunde, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Trotz intensiver Bemühungen, den Ausgleich noch einmal zu schaffen, schauen nur noch zwei Freistoß-Chancen heraus. In der 85. Minute schießt Attila Soos knapp links am Tor vorbei und in der Nachspielzeit scheitert er an Tormann Lukas Reinprecht.
So verliert der SCE tatsächlich das Spiel gegen den bis jetzt schwächsten Gegner mit 2:1. Zeitweise hat man das gegnerische Team aussehen lassen, wie eine Jux-Mannschaft, aber wenn man nicht ins Tor trifft, kann man auch die schlechteste Mannschaft nicht schlagen. So muss die Heimreise ohne Punkte angetreten werden.
Bereits am Mittwoch gastiert der SCE beim Tabellen-Schlusslicht in Zillingtal und hat dort die Chance, es besser zu machen. Das Spiel beginnt um 19:30 Uhr.